Zehn Jahre Rakshazar: Ein Ende und ein Neuanfang beim Orkenspalter

Das größte DSA-Fanprojekt blickt auf zehn ereignisreiche Jahre zurück. Eine unglaubliche Zeitspanne für ein ehrenamtliches Ansinnen in der Rollenspielgemeinde. Viele Engagierte kamen und gingen. Je älter die Beteiligten wurden, umso häufiger traten (teils sehr erfreuliche) berufliche oder familiäre Veränderungen ein, die eine regelmäßige Mitarbeit erschwerten. Nach der Glanzzeit der Jahre 2012 – 2014, in denen, dank Ulisses Spiele, zahlreiche Publikationen als Hardcoverbände veröffentlicht werden konnten, stand Rakshazar mehrfach fast vor dem Aus.

Zum Glück überstand das Projekt diese Dürreperiode, obgleich es im Folgenden etwas ruhiger um den wilden Kontinent im Osten wurde. Erst im laufenden Jubiläumsjahr wurden endlich wieder regelmäßig Abenteuer und Kurzgeschichten veröffentlicht. Auch die seit einiger Zeit angekündigte Fokusspielhilfe zum Tal der Klagen stand bereits kurz vor der Publikation.

Doch die Technik machte uns einen Strich durch die Rechnung: Denn leider ist es den wenigen Aktiven des Rakshazar-Projekts nicht länger möglich, die alte Forensoftware mit all ihren Tücken zu bändigen. Aufgrund der Inaktivität der Administratoren und dem damit einhergehenden Wegfall von Neumitgliedern (insbesondere interessierten Illustrator*innen), die an der Anmeldung scheiterten, wird nunmehr eine notwendige Konsequenz gezogen:

Das zehnte Jahr des Rakshazar-Projekts wird leider auch sein letztes sein.
Doch, wie heißt es im Dreistromland so schön? „Der Sultan ist tot, lang lebe der Sultan!“

Die Aktiven des Rakshazar-Projekts haben sich dazu entschlossen, mit mutigen Schritten ins zweite rakshazarische Jahrzehnt zu gehen. Das Rakshazar-Projekt mag Geschichte sein, doch die Leidenschaft seiner treuesten Autoren ist es nicht!

  • Die Aktiven des Rakshazar-Projekts, darunter drei der Gründungsmitglieder aus dem Jahr 2007, Roland „Dnalor“ Hofmeister, Thomas „Maeglin“ Geier und Raphael „Thorus“ Brack, geben hiermit die Auflösung des bisherigen Projekts bekannt.
  • Gleichzeitig verkünden sie die Gründung eines neuen Rieslandprojekts, das ab sofort beim Orkenspalter eine neue Heimat findet! Dieses neue Fanprojekt wird fortan als Die Rieslandfahrer agieren und Rakshazar – Das Riesland in einer 2.0-Version unter dem neuen Titel Abenteuer in Rakshazar fortführen.
  • Die Rieslandfahrer werden Fanware für Abenteuer in Rakshazar mit DSA4.1 & DSA5-Regeln herausbringen und künftig im Scriptorium Aventuris und/oder beim Orkenspalter publizieren. Ferner ist eine vollständige Neuauflage sämtlicher Abenteuer (inkl. Aktualisierung auf DSA5), sowie eine komplette Neubearbeitung aller Spielhilfen angedacht.
  • Als erste Spielhilfe wird die seit einiger Zeit angekündigte Fokusspielhilfe zum Tal der Klagen erscheinen, welche die namensgebende angrenzende Region jenseits des Ehernen Schwerts beschreibt. Diese wird von einer Abenteueranthologie begleitet, die sich insbesondere Reisen zwischen Aventurien und Rakshazar widmet.

Durch die Konzentration von DSA-Fans auf den Orkenspalter, der wohl bald auch von Ulisses genutzt wird, erhoffen wir uns einerseits bessere Kommunikation für unsere Redaktionsarbeit, andererseits aber auch mehr Kontakt- und Feedbackmöglichkeiten mit der Community.

Denn künftig sind alle Orkenspalter-User direkt mit uns verknüpft und somit viele Hürden, die Interessierte bislang davon abhielten, sich eingehender mit unserem Projekt zu befassen, beseitigt.

Wir bedanken uns an dieser Stelle ganz herzlich bei Orkenspalter-Webmaster Thomas Stolz für die freundliche Aufnahme und Unterstützung.

Ebenso bedanken wir uns bei allen Ehemaligen für zehn wundervolle, wilde Jahre! Euren Einsatz, euer Engagement und euer Vermächtnis werden wir weiterhin mit dem allergrößten Respekt behandeln, um auch in den nächsten zehn Jahren für alle DSA-Fans Abenteuer und Spielhilfen voller Herzblut zur Verfügung zu stellen, um den gemeinsamen Traum eines kanon-konformen Sword&Sorcery-Settings innerhalb von DSA weiter zu leben.

Wir hoffen, dass wir unseren Fans neue, spannende

Abenteuer in Rakshazar 

präsentieren können und laden alle Freundinnen und Freunde Rakshazars zur Mitgestaltung und Mitarbeit ein.

Kuros mit Euch, auf allen blutigen Pfaden!

Eure Rieslandfahrer:

Raphael „Thorus“ Brack

Roland „Dnalor“ Hofmeister

Thomas „Maeglin“ Geier

Ravi „Ectheldir“ Bade

Tobias „Arantan“ Reimann

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Sieben Kreuzer #2 erschienen!

Mit ein wenig Verspätung ist soeben die zweite Ausgabe des derischen Groschenmagazins Sieben Kreuzer online gegangen. Acht Wochen zu spät, aber immerhin pünktlich zur RatCon. 😉
Wie? Du hast keine Ahnung, was es mit den Sieben Kreuzern auf sich hat? Hier gibt es einen Überblick.

In Ausgabe 2 enthalten:

Der zweite und abschließende Teil der Detective-Noire-Story
Agente Verici und der Rote Rächer: Ein unmöglicher Mord 

Das zweite Kapitel des Rakshazar-Fortsetzungsromans
Prinzessin Zera: Blutiger Sand

Das Reisetagebuch des Ilcoron Schwarzblatt:
Von Nostria ins Tulamidenland.

Diesmal konnten wir Kurzgeschichtenautor Helmut Marischka (als Hubert K. Marten) für die Ausgabe gewinnen. In einer der nächsten Ausgaben wird uns Christoph Vogelsang, als Raymond C. McAvian, beehren.

Die zweite Ausgabe der Sieben Kreuzer umfasst erneut über 30 Seiten, kommt im praktischen Din-A5 Format daher und ist erneut gratis im Scriptorium Aventuris zu bekommen.
Wer möchte, gibt den Autoren mit der Pay what you want-Funktion einen Kaffee aus.
Empfohlen werden weiterhin, wie der Titel schon sagt, 7 Kreuzer. (70 cent)

Hier geht es direkt zur Ausgabe 2 im Scriptorium Aventuris!

Und die erste Ausgabe ist hier ebenfalls weiterhin zu haben!

 

 

Neues Projekt: Ein Groschenheft für Dere!

Eigentlich wollte ich erst nächste Woche mit meinem neuen Projekt herausrücken. Aber wenn etwas rund um den 1. April stattfindet und so aussieht wie auf dem obigen Bild, dann könnte man die Ernsthaftigkeit des Unterfangens anzweifeln. Tatsächlich zweifle ich ganz munter mit, wenn ich ehrlich bin. 😉

Was ist geplant?
Die Kurzfassung: Ich möchte ein Pulpmagazin für DSA herausbringen. Mit Kurz- und Fortsetzungsgeschichten aus Aventurien und Rakshazar, im klassischen Umfang von 24 bis 32 Seiten. Am Besten monatlich, aber wir alle wissen, dass Anspruch und Realität da ungefähr drei Monate auseinander klaffen. Jedes Heft soll mindestens eine längere Fortsetzungsgeschichte sowie zwei Episodengeschichten enthalten. Jede der Geschichten soll einem anderen Genre der Schundliteratur zugehörig sein.

Wie kommt man auf sowas?
Als Rakshazar-Autor beschäftige ich mich seit rund 10 Jahren mit der Schundliteratur des frühen 20. Jahrhunderts. Im Rahmen meines Germanistikstudiums habe ich auch immer wieder deutschsprachige Groschenhefte untersucht. Die waren bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs ein echter Verkaufsschlager; man sprach auch von „Eisenbahnliteratur“, weil man sie vor allem am Bahnhof bekam. Aus den USA kennen wir ab den 1920er Jahren so legendäre Blättchen wie Weird Tales, das beispielsweise Conan-Autor Robert E. Howard, aber auch H.P. Lovecraft zum Massenliebling machte.
Bereits im 19. Jahrhundert kannte man im viktorianischen England die sogenannten Penny Dreadfuls; Schauermärchen, die man für besagten Penny erhielt. Wieso sollte ein so kulturell gewaltiger Kontinent wie Aventurien also nicht ebenfalls eines Pulp Magazins würdig sein? Und mit dem hauseigenen Rakshazar hätte man auch sogleich die klassische Sword&Sorcery-Abteilung abgedeckt. Also schrieb ich mit einer Bekannten eine Probeausgabe und wir waren mit dem Ergebnis derart zufrieden, dass wir nun damit an die Öffentlichkeit gehen. Dadurch, dass uns nun mit dem Scriptorium Aventuris eine große (und vor allem legale) Verbreitungsplattform zur Verfügung steht, können wir die Hefte problemlos unters Volk bringen. Im Heftformat, für ein paar Groschen. Wir bieten die Hefte als „Pay what you want“ an und empfehlen bei Gefallen eine Spende von 7 Groschen (70 Cent). Schon hatte das Machwerk auch seinen aventurisierten Namen: Sieben Kreuzer.

Grüße aus der Vergangenheit!
Zunächst hatten wir darüber nachgedacht, Sieben Kreuzer als Ingame-Gazette aufzuziehen. Dies stellte uns aber bereits bei der Geschichtenauswahl vor erhebliche Probleme: Wie hätte ein Leser in Havena Geschichten aus dem rakshazarischen Dreistromland kennen können? Wir entschieden uns daher für einen besonderen Kniff. Sieben Kreuzer würde als „exklusive Übersetzung“ erscheinen. Die Autoren sind allesamt schwer depressive Amerikaner, die in den Roaring Twenties in Chicago, New York und Texas sitzen und über Aventurien schreiben. (Spätestens jetzt bemerkt ihr, wieso ich diesen Blogpost nicht zum 1. April absenden kann…)

Randall R. Bracken (Mobile)

Brille ab, grimmig gucken, Sepia, Körnung und reichlich Blur drauf. Zack fertig: Randall R. Bracken, 1917.

Folgerichtig greifen wir zum „Method Acting Writing“ und schlüpfen in die entsprechende Rolle. Heißt im meinem Fall, dass ich nicht als Raphael Brack schreibe, sondern in die Haut von „Randall R. Bracken“ schlüpfe. (Ein zweiter, abgekürzter Vorname ist quasi Pflicht, im „Dime Novel“ Milieu.)

Meine Co-Schreiberin Marie-Christin Schäfer wird folgerichtig zu Mary C. Shepard. Da in den sexistischen Urzeiten der Fantasy aber keiner wissen durfte, dass eine Frau der Autor ist, wird das ganze traditionell zu „M.C. Shepard“ verkürzt. Catherine Lucile Moore, die als C.L. Moore die Sword&Sorcery-Geschichten von Jirel of Joiry veröffentlichen durfte, kann ein Lied von dieser erzwungenen Anonymität singen…

Und schon stand das Grundkonzept. Die völlig zurecht unbekannten Autoren Randall R. Bracken (aus Chicago) und M.C. Shepard (aus New York) haben in den 1910er und 1920er Jahren DSA-Kurzgeschichten geschrieben, die im nächsten Monat erstmals in deutscher Sprache im Scriptorium Aventuris veröffentlicht werden. Aber was haben sie denn damals schaurigschönes geschrieben?

Die zwei ersten Ausgaben erschienen im April* und Mai 1917 und stehen demnächst im Scriptorium Aventuris zum Download bereit.

*Die erste Ausgabe wurde vorab am 27.03. veröffentlicht!

Vorschau auf einige der Fortsetzungsgeschichten

Agente Verici und der Rote Rächer (Belhanka, 1039 BF)
Die erste Ausgabe von Sieben Kreuzer beginnt mit der ersten Episode aus den Detektivgeschichten des Ludovico Verici. Der ursprünglich aus Albernia stammende Ermittler horasischer Eltern ist eher zufällig in sein neues Metier gerutscht. Ursprünglich selbst ein phexgefälliger Gauner, wird er durch eine Verwechslung zum Privatdetektiv und ist fortan in den Gassen und Kanälen Belhankas unterwegs. Agente Verici, so auch der Name der Reihe, wird uns in die dunklen Seiten der Serenissima entführen und versteht sich als Hardboiled Detective Story in einem aventurischen Film noir, im Stil von James Ellroy mit größeren Einflüssen von Arthur Conan Doyle.

Prinzessin Zera – In der Sklavenhölle von Yal-Mordai (Dreistromland, 3617 JdK / 1017 BF)
Die Fortsetzungsreihe Prinzessin Zera schildert die Lebensgeschichte der amhasischen Kriegerin Zera, die Rakshazar-Fans aus den Abenteuern „Die Augen der Lath“ oder „Die Wandelnde Stadt“ bekannt sein könnte. Einst als Tochter eines einflussreichen Senators aufgewachsen, fiel ihr Vater in Ungnade. Der erste Teil schildert Zeras Jugend in Yal-Mordai, kurz nach ihrer Flucht aus Amhas. Die Reihe bietet klassische Sword & Sorcery, im Stil von Robert E. Howard, C.L. Moore und Clark Ashton Smith.

Vorschau auf abgeschlossene Einzelgeschichten

Das Gespenst aus der Muhrsape (Albernia, 1040 BF)
…ist eine Schauergeschichte im Albernischen, bei der zwei Freundinnen einer Verlockung nicht aus dem Weg gehen können. In jedem Heft wird es mindestens ein Schauermärchen geben, das von den Penny Dreadfuls des viktorianischen Englands inspiriert wurde.

Die Mirhamionette (Mirham, 1038 BF)
Salpikon Savertin ist ein Mann mit vielen Talenten. Und nur wenige kennen das Geheimnis seiner Herkunft. Der junge Parnhai Asa, der verzweifelt einen Weg in die rakshazarische Heimat sucht, wird bald die Bekanntschaft mit den eher düsteren Talenten der bekannten Spektabilität machen…

Der Würger von Trallop (Trallop, 1040 BF)
Mord ist ein schmutziges Geschäft. Das weiß auch Travijan Radmacher, der diese lästige Pflicht gern für andere übernimmt. Gegen blinkende Münze, versteht sich. Doch auch der listige Weidener steht immer wieder aufs Neue vor der großen Frage, die alle Männer seines Geschäfts ereilt: Wohin mit der Leiche?

Mitmachen? Mitmachen!
Sieben Kreuzer soll kein Projekt sein, das eifersüchtig von gleichgesinnten Autoren ferngehalten wird. Wenn du selbst Lust bekommen haben solltest, dir eine Schellackplatte aufzulegen, ein Glas Bourbon einzuschenken und einen verrückten Namen auszudenken, dann darfst du dich gern bei mir melden. Entweder signalisierst du in den Kommentaren dein Interesse oder meldest dich per Mail: SL_Raphael[at]gmx.de. Und sollten ein paar Groschen als Spende zusammenkommen, werden die natürlich fair aufgeteilt. 😉

Klarstellung: Das Rakshazar-Projekt und Fragen zur Entlohnung.

Als Reaktion auf unseren Illustrations-Aufruf, hat es in den vergangenen Stunden ein paar Missverständnisse zum Sinn und Zweck des Projekts in puncto Finanzierung und Entlohnung gegeben. Uns wird sinngemäß vorgeworfen, professionelle Dienstleister im Bereich Illustration nicht bezahlen zu wollen, bzw. mit „Ruhm und Ehre und nem feuchten Händedruck“ abzuspeisen. Daher möchte ich hiermit eine Stellungnahme abgeben:

Das Rakshazar-Projekt (auch als Rieslandprojekt bekannt) ist das wohl größte Fanprojekt für das Rollenspiel „Das Schwarze Auge“ und arbeitet seit fast 10 Jahren an der Ausarbeitung des sagenhaften Ostkontinents der Welt Dere. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, (und damit sind wirklich alle gemeint, ganz gleich ob Autoren, Lektoren, Layouter, Redakteure, Setzer und nicht zuletzt Illustratoren) – sind FANS und betreiben Rakshazar als Hobbyprojekt in ihrer Freizeit. Niemand von uns wird für die Mitarbeit bezahlt, da wir all unsere Werke zum kostenlosen Download anbieten, beispielsweise neben vielen hundert weiteren Fans und tausenden weiteren Werken, u.a. im Orkenspalter-Downloadarchiv und bald hoffentlich auch im Scriptorium Aventuris.

Wir hegen mit Rakshazar keinen anderen Wunsch, als interessierten Rollenspielfans ein liebevoll ausgearbeitetes „Addon“ für DSA zu schenken und nicht, irgendwem irgendwas zu verkaufen. In diesem Rahmen soll die Fokusspielhilfe zum Tal der Klagen erscheinen; ein einmaliges Projekt von maximal 50 Seiten. Keiner der Beteiligten verpflichtet sich damit zu weiteren Projekten, wir möchten einfach gemeinsam eine Fanspielhilfe herausbringen und zum Download anbieten.

Der Aufruf richtet sich also in allererster Linie an gleichgesinnte Fans oder interessierte Hobbykünstler, nicht an professionelle Dienstleister oder Illustrationsstudios, die sich (u.a. gegenwärtig auf Facebook) darüber aufregen, dass sie für „unsterblichen Ruhm“ arbeiten sollen. Diese geflügelten Worte sind übrigens allein unserem Setting verschuldet, über das ihr euch beispielsweise in unserem „Buch der Helden“ informieren könnt. Die dick aufgetragene Floskel „unsterblicher Ruhm“ diente also keineswegs dazu, professionellen Dienstleistern vor den Kopf zu stoßen oder sie gar um ihren Lohn zu prellen, sondern im (rauen und augenzwinkernden) Ton unseres Sword&Sorcery-Settings klar zu machen, dass jeder der im Projektteam mitarbeitet, dafür exakt null blitzblanke mittelreichische Dukaten erhält. Wir starten solche Aufrufe zur Fanmitarbeit seit nunmehr sechs Jahren. Und noch nie ist es dahingehend zu solchen Missverständnissen gekommen, wie dieses Mal. Meist berichtet Nandurion oder ein anderer DSA-Blog und das war es dann. Dass unser Aufruf aber über Facebook auch außerhalb der Fanszene Verbreitung findet oder sich gar eine offizielle DSA-Künstlerin angegriffen fühlt und entsprechend kritisch äußert, war für uns schlichtweg nicht vorhersehbar. Denn es gab und gibt schließlich immer wieder auch offizielle DSA-Künstler, die uns kennen und schätzen und etwas zum Projekt beisteuern. Und das – wie alle Rakshazar-Fans – in ihrer kostbaren Freizeit. Für nichts mehr als „unsterblichen Ruhm“ und ein imaginäres Methorn. Daher nochmals die Versicherung, dass wir absolut niemanden mit unserer „Umsonst-Mentalität“ beleidigen oder angreifen wollten. Ich habe auch in den Kommentaren zu diesem Blogpost noch einmal ausführlich Stellung genommen. An dieser Stelle auch nochmals Danke an den zunächst sehr empörten Marek, der diese Klarstellung gewissermaßen angestoßen hat. 😉

Darüber hinaus möchte ich noch einmal unterstreichen, dass JEDER und JEDE Rakshazar frei bearbeiten; d.h. auch selbständig Inhalte erstellen darf – gern auch im Rahmen des Scriptorium Aventuris. Wir stellen Rakshazar seit jeher als offenes Projekt der DSA-Szene zur Verfügung und ausnahmslos alle DSA-Fans dürfen daher auch selbständig und unabhängig Abenteuer und Spielhilfen herausbringen, auch ohne die Mitarbeit oder den „Segen“ der Rakshazar-Redaktion. Wir haben auch nichts gegen Projekte wie einen „Rakshazar-Bildband“, der dann halt gegen einen Obolus im Scriptorium veröffentlicht wird. Oder unabhängige Rakshazar-Abenteuer im Orkenspalterarchiv. All diese Werke stammen dann halt von Leuten außerhalb unseres Projektteams und damit haben wir – wie gesagt – überhaupt kein Problem. Wir als Projektteam achten aber sowohl auf den innerweltlichen Kanon, als auch die relativ hohe Qualität unserer Fanprodukte. Und hierbei brauchen wir für das Tal der Klagen nun eure Hilfe. 🙂

Zusammengefasst können wir stolz sagen, dass wir als Projektteam stets gratis und selbstlos von Fans für Fans eine Fantasywelt mit Leben gefüllt haben. Zehn Jahre lang. Und so halten wir es auch weiterhin.

Ich hoffe, dass ich einige Missverständnisse hiermit aufklären konnte.

Habt ihr Fragen? Schreibt mir gerne in den Kommentaren. 😉

Raphael

Aufruf: Cover und Illus für „Hinter dem Schwert“ benötigt.

Update, 29.09.2016: Liebe Fans, nach dem kleinen Shitstorm bei Facebook haben sich mittlerweile SO VIELE Leute gemeldet, dass wir momentan damit beschäftigt sind, all den wundervollen Menschen (15 an der Zahl) zu antworten, die eine Zeichnung zum Projekt beisteuern möchten. Wir schicken zwar niemanden weg, aber es kann im Augenblick etwas dauern, mit der Aufarbeitung. Ich danke euch auch für die zahlreichen wohlwollenden Zuschriften und aufmunternden Worte. 😉 -LG, Raphael.

Liebe Leute, heute ein Aufruf in eigener Sache. Für unsere kommende Fokusspielhilfe Hinter dem Schwert zum Tal der Klagen suchen wir noch eine oder einen Coverartist, sowie Künstlerinnen und Künstler für weitere Illustrationen.

Worum geht’s?
Die Spielhilfe wird eine Settingbeschreibung zu den riesländischen Nebelauen enthalten, einer abgeschiedenen Fjordlandschaft an der Ostseite des Ehernen Schwerts, in die sich laut offizieller aventurischer Geschichtsschreibung im Jahr 960 BF eine Otta der Thorwaler verirrte und deren Nachfahren bis heute überlebt haben. Das Tal der Klagen liegt zwischen den Kontinenten, eingeschlossen von großen Gebirgen und hat sich völlig unabhängig von der Außenwelt entwickelt. Wir vom Rakshazar-Projekt haben für euch ein märchenhaftes Sandboxsetting voller Trolle, Weißpelzorks, Waldgrolme, Thorwaler und Riesen ersonnen, das aus aventurischer Entdeckerperspektive den einzigen bekannten Teil des Rieslands erstmals genauer beleuchtet. Die Spielhilfe umfasst ungefähr 50 Seiten und es ist vorgesehen, sie im neuen Scriptorium Aventuris* zu veröffentlichen.

Was brauchen wir von euch?
Wir benötigen, neben einer Coverillustration, auch regionalspielhilfentypische Stimmungsbilder. Das können Landschaften, besondere Orte, Angehörige der Kulturen im Tal (Trolle, Tharai, Menschen (vor allem die thorwalschen Gunnarmannen), archaische Weißpelzorks usw.), aber auch Tiere und Pflanzen sein, die in Vignettenform Einzug halten könnten.

Entlohnung
Allen Künstlerinnen und Künstlern winken neben unsterblichem Ruhm auch ewiger Dank. Eine Bezahlung können wir als Non Profit Projekt leider nicht anbieten. Doch eine Mitarbeit bei Rakshazar ist auch immer eine tolle Sache fürs Portfolio; unsere Downloadzahlen gehen in die Zehntausende. (*hust* Eigenlob stimmt…) 😉

Dennoch möchte ich mich persönlich nicht lumpen lassen:
Jener wundervollen Person, deren beeindruckendes Werk schlussendlich sogar das Cover der Spielhilfe ziert, schenke ich ein gedrucktes Exemplar unserer letzten Hardcover-Veröffentlichung: Ein Buch der Klingen!

Kontakt und Infos
Wenn ihr Interesse an der Mitarbeit habt, dann meldet euch bitte direkt per Mail bei mir: SL_Raphael[at]gmx.de. Schickt mir bitte auch einen Link zu eurem Portfolio oder thematisch verwandten Werken. Ein Worddokument, das den aktuellen Bearbeitungsstand der Spielhilfe und alle Beschreibungen enthält, stellen wir euch selbstverständlich zur Verfügung.

*Es galt und gilt für alle Zeit: Alle Rakshazar-Produkte, die vom Rakshazar-Projekt als Redaktion veröffentlicht werden, stellen wir grundsätzlich gratis zur Verfügung. Für das Scriptorium bedeutet dies, dass wir die „Pay what you want“-Funktion nutzen werden. Alle unverhofften Spenden, die das mit sich bringen könnte, wandern in die Unterhaltung der Server und in den Aufbau eines Wettbewerbs- und Verlosungstopfes, aus dem wir dann hoffentlich nicht nur schöne Sachen unter den Fans verteilen; sondern auch zukünftige externe Mitarbeiter weiterhin mit Naturalien bezahlen können. 😉

Nachtrag vom 27.09.2016:
Das Rakshazar-Projekt und die Frage der Entlohnung
Da es in den vergangenen Stunden ein paar Missverständnisse zum Sinn und Zweck des Projekts in puncto Finanzierung gegeben hat, sehe ich mich aufgefordert eine Klarstellung zu verfassen.

Ulisses: Gefälligkeiten im Liebesrausch!

So schnell kann sich der Wind drehen. Gerade noch grummelt man aufgrund dieser polarisierenden Neue Abenteuer Sache* unverständliches Gemotze in den Bart, da haut das scharfe Wendemanöver den barbarischen Blogger aus dem Mastkorb. Wie mir als Nicht-Ratcon-Besucher erst heute bekannt wurde, hat Ulisses gerade nicht weniger als die Fanrevolution ausgerufen.

Alle DSA5-Regeln finden sich zukünftig in einer (gratis) Regelwiki und bieten den Nörglern, die bereits befürchtet hatten alle Regionalbände zu kaufen, um alle Regeln zu bekommen, nun keine Argumentationsgrundlage mehr. Ulisses schafft sich die Kritik an der Publikationsweise, wie sie auch Infernal Teddy angemäkelt hatte, mit einem Schlag vom Halse. Respekt für diesen Schritt! Zukünftig müssen wir also nicht länger durch die Regelbände streunen, sondern sind nur wenige Klicks vom gewünschten Resultat entfernt, was auch nachvollziehbaren spielpraktischen Nutzen mit sich bringt.

Doch es wird noch besser: Mit dem Scriptorium Aventuris wird ein Projekt erscheinen, das es Verfassern von Fanware ermöglicht, die eigenen literarischen Ergüsse auf einer zentralen Plattform anzubieten und sogar Geld dafür zu bekommen oder eine Spendenfunktion wahrzunehmen. Großartig! Mittels Drivethrurpg wird Erstellern von Content ermöglicht, sich und ihre Werke darzustellen und auch bewerten zu lassen. Eine echte Win-Win-Situation für alle Beteiligten.

Beim Rakshazar-Projekt laufen erste Überlegungen, ob wir die kommende Fokusspielhilfe „Tal der Klagen“ als Scriptorium Ausgabe veröffentlichen möchten, wenn es denn möglich ist. Selbstverständlich bleiben unsere Veröffentlichungen wie eh und je gratis, so dass wir wohl zur „pay what you want“-Variante greifen werden.

Ich bin von den Nachrichten gerade ziemlich gehyped und freue mich auf die Möglichkeiten, die sich nun bieten. Auch schaue ich mal in meine rappelvolle Schublade, ob nicht das eine oder andere Werk den Weg ins Scriptorium finden könnte. Gratulation an Ulisses, für diesen Doppelschlag, der recht unerwartet kam, aber wohl nichts als glückliche Gesichter hinterlassen wird.

*Ein abschließendes Wort zur Neuen Abenteuer Debatte:

Mir ist erst heute, beim Betrachten der Keynote von Markus Plötz, aufgefallen, dass sowohl Infernal Teddy, als auch Markus Plötz im Grunde das selbe Problem beschreiben:
Ein Hauptkritikpunkt an DSA5 ist, dass die Verteilung der Regeln auf mehrere Bände unglücklich sei und man aus diesem Grund das Regelwiki eingeführt habe.

Das trifft doch exakt den Kern des Problems, das Infernal Teddy als „Publikationslawine“ beschrieb (und dieser „Lawinenvorwurf“ war laut Michael Mingers der ausschlaggebende Punkt für die Sanktion); zweitens hat Ulisses laut Markus Plötz exakt dieses Problem als Motivation für  die Erstellung der Regelwiki erkannt und genannt.

Für mich sieht es ganz danach aus, als hätten beide Seiten das exakt gleiche Problem beschrieben und einfach nur kolossal aneinander vorbeigeredet. Es muss nämlich die Frage gestattet sein: Hätte Infernal Teddy die Publikationspolitik und Regelaufteilung auch dann attackiert, wenn er bereits die Information gehabt hätte, dass die Regeln zukünftig gratis angeboten werden? Wohl eher nicht… Bad, bad timing.

Kein Grund zum Klagen: Einblick in die neue Rakshazar-Spielhilfe

Wie die einen oder anderen schon mitbekommen haben, steht eine weitere Publikation in den Startlöchern, die sich der Beschreibung des Verfluchten Kontinents annehmen wird. Mittlerweile sind wir dem Projekttod von der Schippe gesprungen und im Rakshazar-Forum wird wieder emsig und motiviert getüftelt. Der Grund ist das kommende Jubiläumsjahr, das wir mit zahlreichen Schmankerln begleiten wollen.

Wie bereits angekündigt, werden wir demnächst eine Fokusspielhilfe (FSH) herausbringen, die sich auf eine einzelne Gegend innerhalb einer Region fokussiert. Die Rede ist vom Tal der Klagen, der einzigen rakshazarischen Gegend, die bereits von Aventuriern besucht und recht gut erforscht wurde. Das Tal der Klagen liegt auf der Ostseite des Ehernen Schwerts und ist seinerseits von den Schwefelklippen im Süden und dem Ödlandtwall im Norden eingegrenzt.

Beschreibung der Region

Die FSH wird nicht nur Beschreibungen zu den geographischen und klimatischen Bedingungen enthalten, sondern auch umfangreiche Ausarbeitungen zu besonderen Orten, Siedlungen und Landmarken, wie den berüchtigten Nebelauen.

Auch wird die FSH Siedlungsbeschreibungen der Orte Gunnarport, Gamkaltor und G’rlmhlm und den dort agierenden Persönlichkeiten enthalten. Darüber hinaus wird ein Blick auf die Nachbarregionen; die Götterberge (Ehernes Schwert), den Ödlandtwall und die Schwefelklippen geworfen, für die jeweils noch eigene FSHs geplant sind.

Thema der Region: Die Kulturen im Tal der Klagen

Ein Kapitel ist den einzelnen Kulturen und ihren Konflikten gewidmet. Das Leben an diesem Ende der Welt war schon immer rau und entbehrungsreich. Doch alles änderte sich, als 960 BF eine thorwalsche Expedition in den Nebelauen strandete und notgedrungen eine Siedlung errichtete. Gunnarport, das kleine Thorwalerdorf, beheimatet die Gunnarmannen, die sich mittlerweile mit entlaufenen Sklaven der Schwefelklippen und anderen Einwohnern vermischt haben. Im Ödlandtwall lauern die Rochkotaii, die berüchtigten Weißpelzorks, die das Tal mit Angst und Schrecken überziehen. Im Süden gehen die Nebelauer Waldgrolme ihren Geschäften nach, bewahrt durch ein großes Geheimnis aus der Zeit der Theaterritter. Heute liegt das Schicksal des Tals auf Messers Schneide. Welchen Einfluss könnte eine aventurische Heldengruppe oder gar eine Schiffsbesatzung haben? Welche Fährnisse sind zu erleiden, wenn sich eine Sippe eines Stamms abspaltet und eine eigene Siedlung gründet? Welche Schrecken liegen in den Weinenden Wassern verborgen? Das Tal der Klagen ist ein weites, fernes und unerschlossenes Land, das voller Möglichkeiten und voller Gefahren steckt.

Geschichte und Mythen der Region

Das Tal gilt nicht umsonst als der Friedhof der Theaterritter; überall finden sich Gräber und Hinterlassenschaften der aventurischen Flüchtlinge, die zu Schatzsuchen und Entdeckungen einladen. Die Historie des Tals und zahlreiche Legenden werden in einem umfangreichen Geschichtsteil erzählt. Das Tal der Klagen ist eine verzauberte, märchenhafte Region, deren wildromantische Landschaften schnell von einem verhängnisvollen und grausamen Schrecken überzogen werden können, wenn der Schleier der Nebelauen die saftiggrünen Wiesen bedeckt und Unheil aus den Bergen dringt. Große Teile der Region sind geprägt von einer mystischen, kaum besiedelten Fjordlandschaft, durchzogen von uralten Geheimnissen und Lagerfeuergeschichten, die nur im Flüsterton an den Ufern des Nebali von Generation zu Generation weitergegeben werden…

Bestiarium und Herbarium

In einem ausführlichen Regelteil präsentieren wir einzigartige Kulturschaffende, Tiere und Pflanzen, die in der Region vorzufinden sind.

Rund zwei Dutzend Lebewesen, vom Weißpelzork, über Murmelknollen bis zum Grabwühler und Boworwolf. Einige Lebewesen, wie die geheimnisvollen Riesenpilzwälder, sind in ganz Rakshazar einzigartig.

Rüstkammer des Tals der Klagen

Allgemeine und einzigartige Ausrüstungsgegenstände finden sich in einem exklusiven Arsenalteil. Besondere Waffen der Gunnarmannen oder Weißpelzorks, inklusive spezieller Fokusregeln, werden genauso präsentiert, wie thematisch passende Szenariovorschläge, die sich um die Herstellung, den Besitz oder die Suche nach diesen Gegenständen drehen. Greife deine Trollskraja, gürte dein Heimanskild und kämpfe an der Seite der Gunnarmannen ums Überleben in den Nebelauen.

Abenteuer im Tal der Klagen

Die FSH wird zahlreiche Szenarien, Plothooks und ein vollwertiges Gruppenabenteuer enthalten, die allesamt als Anregung für die SL dienen können oder – gemeinsam mit dem exklusiven Begleitabenteuer Gefangen in den Nebelauen – zu einer großen Kampagne zusammengefasst werden können! Gefangen in den Nebelauen, ein dreißigseitiges Gruppenabenteuer von Roland Hofmeister, wird separat erscheinen und eine Expedition aus dem bornischen Neersand in den Mittelpunkt stellen.

Regelwerk

Derzeit ist geplant, dass die FSH regelneutral realisiert wird. Primär ist sie mit und für DSA5 verfasst, wird aber zusätzliche und explizit kenntlich gemachte Wertangaben für DSA4.1 enthalten oder als Optionalregel in das 5er-System eingebunden. (Ein Beispiel für solche 4.1-Relikte ist die Ausweisung des Ausdauerwerts bei NSCs, Archetypen, Tieren und Bestien.) DSA5-Spielrunden werden (mit Ausnahme des Grundregelwerks) keine zusätzlichen Regelwerke benötigen. Alles, was zum Spielen in der Region benötigt wird, ist in der FSH oder im Begleitabenteuer enthalten. Wir folgen hiermit der Publikationsphilosophie von DSA5, wonach nur das Grundregelwerk und der Aventurische Almanach benötigt werden.

Ausblick

Bei entsprechendem Erfolg sollen die vier bis fünf Fokusspielhilfen einer Region (in diesem Falle der rakshazarische Nordwesten) mittelfristig zu jeweils einer vollwertigen Regionalspielhilfe zusammengefasst werden, die wir, falls möglich, auch wieder drucken lassen möchten.

Wir haben somit von einem Gesamtband im Sinne eines Rakshazarischen Almanachs Abstand genommen und werden ungefähr den Umfang abliefern, den die Regionalspielhilfen zu Zeiten von DSA4 hatten. Wir hoffen, dass wir ab sofort alle sechs bis neun Monate eine Fokusspielhilfe veröffentlichen können.

Mitarbeit

Im Augenblick suchen wir noch Menschen, die sich aufs Layouten verstehen. Die FSH wird zwar auf jeden Fall erscheinen; es ist nur die Frage, wie hübsch das Werk dann sein wird. ;) Ebenso sind wir noch über Mithilfe an der Illustrationsfront dankbar. Ihr könnt euch gerne in den Kommentaren oder im Rakshazar-Forum melden.

Preis

Beim Rakshazar-Projekt gilt weiterhin: Von Fans, für Fans und vor allem gratis.