Zehn Jahre Rakshazar: Ein Ende und ein Neuanfang beim Orkenspalter

Das größte DSA-Fanprojekt blickt auf zehn ereignisreiche Jahre zurück. Eine unglaubliche Zeitspanne für ein ehrenamtliches Ansinnen in der Rollenspielgemeinde. Viele Engagierte kamen und gingen. Je älter die Beteiligten wurden, umso häufiger traten (teils sehr erfreuliche) berufliche oder familiäre Veränderungen ein, die eine regelmäßige Mitarbeit erschwerten. Nach der Glanzzeit der Jahre 2012 – 2014, in denen, dank Ulisses Spiele, zahlreiche Publikationen als Hardcoverbände veröffentlicht werden konnten, stand Rakshazar mehrfach fast vor dem Aus.

Zum Glück überstand das Projekt diese Dürreperiode, obgleich es im Folgenden etwas ruhiger um den wilden Kontinent im Osten wurde. Erst im laufenden Jubiläumsjahr wurden endlich wieder regelmäßig Abenteuer und Kurzgeschichten veröffentlicht. Auch die seit einiger Zeit angekündigte Fokusspielhilfe zum Tal der Klagen stand bereits kurz vor der Publikation.

Doch die Technik machte uns einen Strich durch die Rechnung: Denn leider ist es den wenigen Aktiven des Rakshazar-Projekts nicht länger möglich, die alte Forensoftware mit all ihren Tücken zu bändigen. Aufgrund der Inaktivität der Administratoren und dem damit einhergehenden Wegfall von Neumitgliedern (insbesondere interessierten Illustrator*innen), die an der Anmeldung scheiterten, wird nunmehr eine notwendige Konsequenz gezogen:

Das zehnte Jahr des Rakshazar-Projekts wird leider auch sein letztes sein.
Doch, wie heißt es im Dreistromland so schön? „Der Sultan ist tot, lang lebe der Sultan!“

Die Aktiven des Rakshazar-Projekts haben sich dazu entschlossen, mit mutigen Schritten ins zweite rakshazarische Jahrzehnt zu gehen. Das Rakshazar-Projekt mag Geschichte sein, doch die Leidenschaft seiner treuesten Autoren ist es nicht!

  • Die Aktiven des Rakshazar-Projekts, darunter drei der Gründungsmitglieder aus dem Jahr 2007, Roland „Dnalor“ Hofmeister, Thomas „Maeglin“ Geier und Raphael „Thorus“ Brack, geben hiermit die Auflösung des bisherigen Projekts bekannt.
  • Gleichzeitig verkünden sie die Gründung eines neuen Rieslandprojekts, das ab sofort beim Orkenspalter eine neue Heimat findet! Dieses neue Fanprojekt wird fortan als Die Rieslandfahrer agieren und Rakshazar – Das Riesland in einer 2.0-Version unter dem neuen Titel Abenteuer in Rakshazar fortführen.
  • Die Rieslandfahrer werden Fanware für Abenteuer in Rakshazar mit DSA4.1 & DSA5-Regeln herausbringen und künftig im Scriptorium Aventuris und/oder beim Orkenspalter publizieren. Ferner ist eine vollständige Neuauflage sämtlicher Abenteuer (inkl. Aktualisierung auf DSA5), sowie eine komplette Neubearbeitung aller Spielhilfen angedacht.
  • Als erste Spielhilfe wird die seit einiger Zeit angekündigte Fokusspielhilfe zum Tal der Klagen erscheinen, welche die namensgebende angrenzende Region jenseits des Ehernen Schwerts beschreibt. Diese wird von einer Abenteueranthologie begleitet, die sich insbesondere Reisen zwischen Aventurien und Rakshazar widmet.

Durch die Konzentration von DSA-Fans auf den Orkenspalter, der wohl bald auch von Ulisses genutzt wird, erhoffen wir uns einerseits bessere Kommunikation für unsere Redaktionsarbeit, andererseits aber auch mehr Kontakt- und Feedbackmöglichkeiten mit der Community.

Denn künftig sind alle Orkenspalter-User direkt mit uns verknüpft und somit viele Hürden, die Interessierte bislang davon abhielten, sich eingehender mit unserem Projekt zu befassen, beseitigt.

Wir bedanken uns an dieser Stelle ganz herzlich bei Orkenspalter-Webmaster Thomas Stolz für die freundliche Aufnahme und Unterstützung.

Ebenso bedanken wir uns bei allen Ehemaligen für zehn wundervolle, wilde Jahre! Euren Einsatz, euer Engagement und euer Vermächtnis werden wir weiterhin mit dem allergrößten Respekt behandeln, um auch in den nächsten zehn Jahren für alle DSA-Fans Abenteuer und Spielhilfen voller Herzblut zur Verfügung zu stellen, um den gemeinsamen Traum eines kanon-konformen Sword&Sorcery-Settings innerhalb von DSA weiter zu leben.

Wir hoffen, dass wir unseren Fans neue, spannende

Abenteuer in Rakshazar 

präsentieren können und laden alle Freundinnen und Freunde Rakshazars zur Mitgestaltung und Mitarbeit ein.

Kuros mit Euch, auf allen blutigen Pfaden!

Eure Rieslandfahrer:

Raphael „Thorus“ Brack

Roland „Dnalor“ Hofmeister

Thomas „Maeglin“ Geier

Ravi „Ectheldir“ Bade

Tobias „Arantan“ Reimann

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Sieben Kreuzer #2 erschienen!

Mit ein wenig Verspätung ist soeben die zweite Ausgabe des derischen Groschenmagazins Sieben Kreuzer online gegangen. Acht Wochen zu spät, aber immerhin pünktlich zur RatCon. 😉
Wie? Du hast keine Ahnung, was es mit den Sieben Kreuzern auf sich hat? Hier gibt es einen Überblick.

In Ausgabe 2 enthalten:

Der zweite und abschließende Teil der Detective-Noire-Story
Agente Verici und der Rote Rächer: Ein unmöglicher Mord 

Das zweite Kapitel des Rakshazar-Fortsetzungsromans
Prinzessin Zera: Blutiger Sand

Das Reisetagebuch des Ilcoron Schwarzblatt:
Von Nostria ins Tulamidenland.

Diesmal konnten wir Kurzgeschichtenautor Helmut Marischka (als Hubert K. Marten) für die Ausgabe gewinnen. In einer der nächsten Ausgaben wird uns Christoph Vogelsang, als Raymond C. McAvian, beehren.

Die zweite Ausgabe der Sieben Kreuzer umfasst erneut über 30 Seiten, kommt im praktischen Din-A5 Format daher und ist erneut gratis im Scriptorium Aventuris zu bekommen.
Wer möchte, gibt den Autoren mit der Pay what you want-Funktion einen Kaffee aus.
Empfohlen werden weiterhin, wie der Titel schon sagt, 7 Kreuzer. (70 cent)

Hier geht es direkt zur Ausgabe 2 im Scriptorium Aventuris!

Und die erste Ausgabe ist hier ebenfalls weiterhin zu haben!

 

 

Sieben Kreuzer: Nächste Ausgaben gesichert!

Ich freue mich, dass die Sieben Kreuzer wider Erwarten ziemlich gut ankommen. Heute kann ich verkünden, dass die nächsten Ausgaben definitiv gesichert sind. Ich hatte bereits versprochen, die Fortsetzungsromane und Episoden auf jeden Fall zu veröffentlichen, damit niemand „in der Luft hängen bleibt“, aber heute kann ich definitiv bestätigen, dass dies auch in vertrauter Form geschehen wird.

Mittlerweile (Stand 22.04.17) haben sich bereits drei begeisterte Autoren gemeldet, die bereits mit den Hufen scharren und unbedingt Geschichten beisteuern möchten. Daher kann ich bereits heute den folgenden Veröffentlichungsplan bestätigen, der noch einmal modifiziert wurde:

Die Ausgabe #2 vom 1. Juli 1917 wird nochmals 32 Seiten enthalten, um den Ansturm der schreibwütigen Schriftsteller abzufangen. Alle Ausgaben werden bereits erscheinen, sobald sie fertig sind, unabhängig vom aufgedruckten Veröffentlichungsdatum. Ausgabe 2 erscheint voraussichtlich im Mai. Ab sofort gehen wir in einen quartalsweisen Rhythmus über, so dass Ausgabe #3 zum 1. Oktober 1917 erscheinen wird und Ausgabe #4 zum 1. Januar 1918.

Künftig werden also vier Ausgaben mit 24 Seiten pro Jahr erscheinen, wenngleich etwaige Specials nicht ausgeschlossen sind. Einige Leserinnen und Leser äußerten den Wunsch, die Abenteuer von Agente Verici (<- sehr beliebt) am Ende noch einmal in einem „Omnibus“ präsentiert zu bekommen, also in Form eines Sammelbands. Das halte ich mir natürlich offen, aber noch ist das ferne Zukunftsmusik.

Gerne wiederhole ich auch meine Einladung zur Mitarbeit. Wenn du ebenfalls Stories für die Sieben Kreuzer beisteuern möchtest, melde dich doch einfach bei mir.

Natürlich werden alle Co-Autor*innen auch fair am Umsatz beteiligt. Ich habe mir überlegt, dass ich meine Scriptorium Aventuris-Einnahmen nutzen möchte, um mittelfristig meinen WordPress-Account aufzuwerten, um die Werbung auf dieser Blogseite zu entfernen. Ich bin bekanntermaßen kein Freund von paid content und das wäre einfach ein prima Kompromiss.

Zuletzt noch ein riesiges Dankeschön an die Leute, die das Projekt für gut befunden haben. Das Teil ging richtig los, nachdem Nandurion ein paar liebe Worte verloren hatte und ebenfalls, als sich Thomas Michalski auf Twitter darüber freute, dass wir ihm zuliebe auf Schriftgröße 9 verzichtet haben. (Kleiner Insider zum Dorpcast#95)

Ich freue mich außerordentlich, dass die Sache so gut ankommt und ihr Spaß mit den Stories habt. 🙂

Update, 29.05.2017: 

Ursprünglich hatte ich angekündigt, dass die neuen Ausgaben bereits dann erscheinen, wenn sie fertig sind, also auch vor den angegebenen Quartalsterminen. Die Juli-Ausgabe bekomme ich aus beruflichen Gründen leider weder vorher, noch zum 1. Juli fertig, so dass sie erst im Verlauf des August erscheinen wird.

Zwar sind alle Gastbeiträge und Geschichten fertig geschrieben, allerdings ist die Ausgabe nun viel zu lang geworden. Daher möchte ich eine Geschichte ausgliedern und in Ausgabe 3 bringen, statt sie dergestalt zu zerstückeln, dass der Lesegenuss auf der Strecke bleibt. Fortsetzungsgeschichten brauchen befriedigende Teilabschlüsse bzw. Cliffhanger und können nicht einfach im luftleeren Raum enden.

Daher schreibe ich gerade noch an einer komplett neuen Geschichte, die passgenau die nun frei gewordenen Seiten füllt. Und das bekomme ich gerade privat und beruflich leider nicht hin. 😉 Ich habe den Anspruch, dass bei den Sieben Kreuzern zwar keine hochwertige Literatur entsteht, aber dass Texte nicht mit der heißen Nadel gestrickt werden und auch ein anständiges Lektorat verdienen.

Ich hoffe, dass ab Ausgabe 3 (Oktober) das quartalsweise Erscheinen funktioniert.

Sieben Kreuzer #1 erschienen!

Die erste Ausgabe von Sieben Kreuzer ist ab sofort im Scriptorium Aventuris verfügbar.

Preis
: Pay what you want. Empfohlen: 70 Cent.

Wer mitmachen möchte: Es sind noch zwei Storyslots für Ausgabe 3 vorhanden.

Einfach melden. 😉

Links
Hier erfahrt ihr mehr über das Projekt.

Und hier kommt ihr direkt zum Magazin und der Produktbeschreibung.

Viel Spaß!

 

Neues Projekt: Ein Groschenheft für Dere!

Eigentlich wollte ich erst nächste Woche mit meinem neuen Projekt herausrücken. Aber wenn etwas rund um den 1. April stattfindet und so aussieht wie auf dem obigen Bild, dann könnte man die Ernsthaftigkeit des Unterfangens anzweifeln. Tatsächlich zweifle ich ganz munter mit, wenn ich ehrlich bin. 😉

Was ist geplant?
Die Kurzfassung: Ich möchte ein Pulpmagazin für DSA herausbringen. Mit Kurz- und Fortsetzungsgeschichten aus Aventurien und Rakshazar, im klassischen Umfang von 24 bis 32 Seiten. Am Besten monatlich, aber wir alle wissen, dass Anspruch und Realität da ungefähr drei Monate auseinander klaffen. Jedes Heft soll mindestens eine längere Fortsetzungsgeschichte sowie zwei Episodengeschichten enthalten. Jede der Geschichten soll einem anderen Genre der Schundliteratur zugehörig sein.

Wie kommt man auf sowas?
Als Rakshazar-Autor beschäftige ich mich seit rund 10 Jahren mit der Schundliteratur des frühen 20. Jahrhunderts. Im Rahmen meines Germanistikstudiums habe ich auch immer wieder deutschsprachige Groschenhefte untersucht. Die waren bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs ein echter Verkaufsschlager; man sprach auch von „Eisenbahnliteratur“, weil man sie vor allem am Bahnhof bekam. Aus den USA kennen wir ab den 1920er Jahren so legendäre Blättchen wie Weird Tales, das beispielsweise Conan-Autor Robert E. Howard, aber auch H.P. Lovecraft zum Massenliebling machte.
Bereits im 19. Jahrhundert kannte man im viktorianischen England die sogenannten Penny Dreadfuls; Schauermärchen, die man für besagten Penny erhielt. Wieso sollte ein so kulturell gewaltiger Kontinent wie Aventurien also nicht ebenfalls eines Pulp Magazins würdig sein? Und mit dem hauseigenen Rakshazar hätte man auch sogleich die klassische Sword&Sorcery-Abteilung abgedeckt. Also schrieb ich mit einer Bekannten eine Probeausgabe und wir waren mit dem Ergebnis derart zufrieden, dass wir nun damit an die Öffentlichkeit gehen. Dadurch, dass uns nun mit dem Scriptorium Aventuris eine große (und vor allem legale) Verbreitungsplattform zur Verfügung steht, können wir die Hefte problemlos unters Volk bringen. Im Heftformat, für ein paar Groschen. Wir bieten die Hefte als „Pay what you want“ an und empfehlen bei Gefallen eine Spende von 7 Groschen (70 Cent). Schon hatte das Machwerk auch seinen aventurisierten Namen: Sieben Kreuzer.

Grüße aus der Vergangenheit!
Zunächst hatten wir darüber nachgedacht, Sieben Kreuzer als Ingame-Gazette aufzuziehen. Dies stellte uns aber bereits bei der Geschichtenauswahl vor erhebliche Probleme: Wie hätte ein Leser in Havena Geschichten aus dem rakshazarischen Dreistromland kennen können? Wir entschieden uns daher für einen besonderen Kniff. Sieben Kreuzer würde als „exklusive Übersetzung“ erscheinen. Die Autoren sind allesamt schwer depressive Amerikaner, die in den Roaring Twenties in Chicago, New York und Texas sitzen und über Aventurien schreiben. (Spätestens jetzt bemerkt ihr, wieso ich diesen Blogpost nicht zum 1. April absenden kann…)

Randall R. Bracken (Mobile)

Brille ab, grimmig gucken, Sepia, Körnung und reichlich Blur drauf. Zack fertig: Randall R. Bracken, 1917.

Folgerichtig greifen wir zum „Method Acting Writing“ und schlüpfen in die entsprechende Rolle. Heißt im meinem Fall, dass ich nicht als Raphael Brack schreibe, sondern in die Haut von „Randall R. Bracken“ schlüpfe. (Ein zweiter, abgekürzter Vorname ist quasi Pflicht, im „Dime Novel“ Milieu.)

Meine Co-Schreiberin Marie-Christin Schäfer wird folgerichtig zu Mary C. Shepard. Da in den sexistischen Urzeiten der Fantasy aber keiner wissen durfte, dass eine Frau der Autor ist, wird das ganze traditionell zu „M.C. Shepard“ verkürzt. Catherine Lucile Moore, die als C.L. Moore die Sword&Sorcery-Geschichten von Jirel of Joiry veröffentlichen durfte, kann ein Lied von dieser erzwungenen Anonymität singen…

Und schon stand das Grundkonzept. Die völlig zurecht unbekannten Autoren Randall R. Bracken (aus Chicago) und M.C. Shepard (aus New York) haben in den 1910er und 1920er Jahren DSA-Kurzgeschichten geschrieben, die im nächsten Monat erstmals in deutscher Sprache im Scriptorium Aventuris veröffentlicht werden. Aber was haben sie denn damals schaurigschönes geschrieben?

Die zwei ersten Ausgaben erschienen im April* und Mai 1917 und stehen demnächst im Scriptorium Aventuris zum Download bereit.

*Die erste Ausgabe wurde vorab am 27.03. veröffentlicht!

Vorschau auf einige der Fortsetzungsgeschichten

Agente Verici und der Rote Rächer (Belhanka, 1039 BF)
Die erste Ausgabe von Sieben Kreuzer beginnt mit der ersten Episode aus den Detektivgeschichten des Ludovico Verici. Der ursprünglich aus Albernia stammende Ermittler horasischer Eltern ist eher zufällig in sein neues Metier gerutscht. Ursprünglich selbst ein phexgefälliger Gauner, wird er durch eine Verwechslung zum Privatdetektiv und ist fortan in den Gassen und Kanälen Belhankas unterwegs. Agente Verici, so auch der Name der Reihe, wird uns in die dunklen Seiten der Serenissima entführen und versteht sich als Hardboiled Detective Story in einem aventurischen Film noir, im Stil von James Ellroy mit größeren Einflüssen von Arthur Conan Doyle.

Prinzessin Zera – In der Sklavenhölle von Yal-Mordai (Dreistromland, 3617 JdK / 1017 BF)
Die Fortsetzungsreihe Prinzessin Zera schildert die Lebensgeschichte der amhasischen Kriegerin Zera, die Rakshazar-Fans aus den Abenteuern „Die Augen der Lath“ oder „Die Wandelnde Stadt“ bekannt sein könnte. Einst als Tochter eines einflussreichen Senators aufgewachsen, fiel ihr Vater in Ungnade. Der erste Teil schildert Zeras Jugend in Yal-Mordai, kurz nach ihrer Flucht aus Amhas. Die Reihe bietet klassische Sword & Sorcery, im Stil von Robert E. Howard, C.L. Moore und Clark Ashton Smith.

Vorschau auf abgeschlossene Einzelgeschichten

Das Gespenst aus der Muhrsape (Albernia, 1040 BF)
…ist eine Schauergeschichte im Albernischen, bei der zwei Freundinnen einer Verlockung nicht aus dem Weg gehen können. In jedem Heft wird es mindestens ein Schauermärchen geben, das von den Penny Dreadfuls des viktorianischen Englands inspiriert wurde.

Die Mirhamionette (Mirham, 1038 BF)
Salpikon Savertin ist ein Mann mit vielen Talenten. Und nur wenige kennen das Geheimnis seiner Herkunft. Der junge Parnhai Asa, der verzweifelt einen Weg in die rakshazarische Heimat sucht, wird bald die Bekanntschaft mit den eher düsteren Talenten der bekannten Spektabilität machen…

Der Würger von Trallop (Trallop, 1040 BF)
Mord ist ein schmutziges Geschäft. Das weiß auch Travijan Radmacher, der diese lästige Pflicht gern für andere übernimmt. Gegen blinkende Münze, versteht sich. Doch auch der listige Weidener steht immer wieder aufs Neue vor der großen Frage, die alle Männer seines Geschäfts ereilt: Wohin mit der Leiche?

Mitmachen? Mitmachen!
Sieben Kreuzer soll kein Projekt sein, das eifersüchtig von gleichgesinnten Autoren ferngehalten wird. Wenn du selbst Lust bekommen haben solltest, dir eine Schellackplatte aufzulegen, ein Glas Bourbon einzuschenken und einen verrückten Namen auszudenken, dann darfst du dich gern bei mir melden. Entweder signalisierst du in den Kommentaren dein Interesse oder meldest dich per Mail: SL_Raphael[at]gmx.de. Und sollten ein paar Groschen als Spende zusammenkommen, werden die natürlich fair aufgeteilt. 😉

Rakshazar: „Die Wandelnde Stadt“ erschienen.

Ab sofort steht mein Rakshazar-Abenteuer „Die Wandelnde Stadt“ zum kostenlosen Download bereit. Kurz zog ich eine Veröffentlichung im Scriptorium Aventuris in Erwägung, hierbei hätte ich aber noch eine professionelle Layouterin beauftragt, was die Veröffentlichung weiter verzögert hätte.

Das Abenteuer war immerhin eines der ersten Projekte, das wir im Rakshazar-Forum besprachen. Rund 10 Jahre ist das nun her und mit Ausnahme eines Kurzauftritts in Roland Hofmeisters „Die Augen der Lath“, im Jahr 2013, lag die Idee auf Eis.

Letztlich ist es der jüngsten Diskussion um die Seidene Stadt zu verdanken, dass mich nun doch noch der Ehrgeiz packte, um den letzten Fehlerteufeln den Kampf anzusagen und das Abenteuer im sauberen Lektoratszustand veröffentlichen zu können.

„Die Wandelnde Stadt“ erscheint unter meinem Werktischlabel „Edition Schattenspiele„, da es sich an der chronisch ausgelasteten perfektionistischen Lektorats- und Layoutsabteilung des Rakshazar-Projekts erfolgreich vorbeigeschlichen hat. 😉

Ich werde ab sofort häufiger Abenteuer und Spielhilfen in der „Edition Schattenspiele“ veröffentlichen; ich weiß dass mein Autorenkollege Roland Hofmeister da ähnlich vorzugehen beabsichtigt, um den Riesland-Fans schneller neues Futter zu liefern.

Wenn euch das Abenteuer gefallen habt, dann freue ich mich über ein Like beim Orkenspalter oder ein paar nette Worte in den Kommentaren.

Klappentext

Navanur. Rose der Seidenstraße. Ewig Wandernde. Heimat der Freien. Geißel des Ostens.
Alle drei Jahre begibt sich die Wandelnde Stadt unter ihrem Kriegsherrn Gold’an auf die Große Pilgerfahrt zur Jadeburg von Kintora, um der Lebenden Göttin aufzuwarten und unter ihren weisen Blicken Rat und Gericht zu halten. 
Noch immer vermag es der Kriegsherr mit seiner Dämmerbarke und der starken Hand der amhasischen Prinzessin Zera die ungewöhnliche Gemeinschaft aus Freigeistern, Söldnern und Pilgern unter dem Banner des goldenen Schädels zu vereinen, doch innerhalb der berüchtigten Karawanenstadt brodelt es: Der Fanatismus des Navanurkults nimmt bedrohliche Formen an, seit die junge Hohepriesterin Myra neue Dogmen etabliert hat. Die Handelshäuser befinden sich in einem kalten Handelskrieg, der langsam heiß zu werden droht und der amhasischen Stellvertreterin Gold’ans sagt man Ambitionen nach, selbst die größte Karawane der östlichen Steppen anführen zu wollen. 

Als deine Helden bei Kurotan in den Strudel der Aufbruchsvorbereitungen geraten, werden sie zum entscheidenden Faktor im Intrigenspiel der kommenden Wochen. Die Wandelnde Stadt wird nach dieser Reise eine andere sein. Werden deine Helden mit ihr ein tödliches Schicksal teilen?
Oder wartet auf sie am Ende gar selbst der Thron der Ewig Wandernden? 

Die Wandelnde Stadt ist ein Gruppenabenteuer für 3-5 Abenteurer und eine erfahrene Spielleitung in Rakshazar. Zum Spielen werden nur die ebenfalls kostenlosen Spielhilfen Rakshazar: Erste Schritte auf dem Verfluchten Kontinent oder die Savage Worlds Konversion Wildes Rakshazar benötigt. Das Abenteuer enthält selbst keine Regelangaben und kann entweder mit den Regeln der genannten Spielhilfen oder beliebigen anderen Regelwerken gespielt werden.

Downloads:
Rakshazar – Die Wandelnde Stadt

Das AB im Orkenspalter Downloadarchiv

Wiki-Eintrag in der Wiki-Aventurica

A Tale of Two Cities: Der Stein des Anstoßes.

Vorbemerkung:
Der nachfolgende Blogpost, ursprünglich erschienen am 30. Januar 2017, stand unter dem reißerischen Titel „Wie mein Abenteuer in Splittermond auftauchte, ohne dass ich es bemerkte“ und hat für einigen Trubel gesorgt.
Mittlerweile hat sich geklärt, dass die meisten der von mir beschriebenen Ähnlichkeiten tatsächlich vorhanden sind. Gleichzeitig ist aber auch deutlich geworden, dass es sich hierbei um einen seltsamen, aber erklärbaren Zufall handelt. Im folgenden zunächst der inhaltlich unveränderte Blogpost. Die ausführliche Stellungnahme mit weiteren Erklärungen findet ihr hier

Jetzt mache ich mir wieder ganz doll Freunde, ich weiß. Aber ich kann es einfach nicht unkommentiert lassen. Bin gerade etwas geknickt und möchte mein Leid klagen. ;(

Stellt euch eine orientalische Stadt aus Gold und Seide vor. Eine fahrende Stadt. Eine Karawane, die zu Ehren ihrer göttlichen Patronin auf der Seidenstraße zwischen den sagenumwobenen fernöstlichen Landen und den großen Städten des Orients umherreist. Eine Stadt, die von einer Unzahl von Händlern, Söldnern, Göttinendienern, Schaustellern, Künstlern und Kurtisanen, sowie Handwerkern und sonstigem fahrenden Volk begleitet wird und quasi überall halt machen und sich – wie eine Blüte – entfalten kann: Prächtige Stadtviertel aus bunten Zelten und Kastenwagen. In einem der Bezirke leben die Handwerker, in einem anderen die Oberschicht und die Führungsebene und dann gibt es auch noch die Fremden- und Händlerviertel, wo Zerstreuung und Kurzweil nicht weit sind. Große, prächtige Seidenbahnen und -schleier umgeben die Tavernen und Vergnügungsstätten, die Leute aus nah und fern anlocken. Sogar ein reisender Tempel der Göttin findet sich in der bunten Gesellschaft dieses außergewöhnlichen Ortes. 

Eine ganze Stadt, heute hier und morgen dort, die von Söldnern, Abenteurern, Händlern, Pilgern, schutzbedürftigen Mitreisenden oder einfach nur Schaulustigen besucht wird und den mitreisenden Spielercharakteren einen Mikrokosmos von Abenteuern und Ideen bietet. Beispielsweise der Kult um die göttliche Patronin der Stadt, deren Tempelopfer in die korrupten Taschen der Führungsschicht und Kultisten fließen und die selbst gar nicht so göttlich ist, wie man glauben mag. Oder die Intrigen der einzelnen Interessengruppen, in deren Fänge die Spielercharaktere geraten können. Unterstützt man vielleicht gar ein Attentat auf eine Anführerin? Oder deckt man gar einen politischen Umsturz? Oder schlägt man sich auf die Seite der Herrschenden, um die Verräter zu bestrafen?  

„Okay, was will uns der Märchenonkel aus dem Riesland da überhaupt erzählen?
Und was hat das mit SpliMo zu tun?“

Nun, heute ploppte eine interessante Rezension von den Teilzeithelden in meiner Timeline auf: Ersteindruck: Die Seidene Stadt – eine gewaltige Karawane. Ein Abenteuer, das bereits vor einem knappen Jahr erschienen ist, aber auf meinen sowieso nicht sehr ausgeprägten SpliMo-Radar bislang nicht auftauchte.

Redakteur Dominik Heinrichs berichtet anerkennend, geradezu begeistert, von einer fahrenden Stadt und einem Sandboxsetting, das sich ungefähr wie die obige Beschreibung anhört. Weitere Beschreibungstexte anderer Rezensionen gehen in eine ähnliche Richtung. Eine Karawanenstadt in einem orientalischen bis fernöstlichen Setting, inkl. Stadtviertel wie Vergnügungs- und Händlerviertel, Bezirke für die Oberschicht und und und. Dazu eine Gottkaiserin, die in Gefahr ist, inkl. Attentat und Putschversuch, Intrigen und vieles mehr. Mittendrin die Helden, die sich für eine Seite entscheiden müssen. Awesome! Sowas muss man gespielt haben!

„Okay, aber wo ist denn nun dein Problem, Riesländer?“

Das Problem ist, dass die Beschreibung, die diesen Blogpost einleitet, exakt das Sandboxabenteuer beschreibt, an dem ich derzeit nichtsahnend allabendlich fürs Scriptorium Aventuris arbeite: „Die Wandelnde Stadt“.

„Tja, Pech gehabt. Hätteste mal besser aufgepasst! Wer zu spät kommt…“

Äh, ich hatte nicht den Eindruck, mich irgendwie beeilen zu müssen, da ich bereits einen sehr exakt ausformulierten „Claim“ abgesteckt hatte: Denn alle Eckdaten dieses Settings stehen seit 10 Jahren öffentlich im Internet. Genauer gesagt im Rakshazar-Forum und wurden auch vorher bereits in einer Arbeitsversion (2005) für das Setting Faesalia veröffentlicht. (Der Thread-Titel nimmt hierauf noch Bezug.) Bereits 2007 nannte ich in einem Posting des gleichen Threads die Stadt eine „Kintorische Karawanenstadt auf der Seidenstraße“. (Anmerkung: „Kintora“ (nicht zu verwechseln mit „Kintai“) war die damalige Bezeichnung unseres Asia-Settings im äußersten Osten Rakshazars, wo die wandernde Stadt zwischen Khitorra-Massiv und der Wüste Lath auf der Seidenstraße fährt.) Außerdem wurde eine ausführlichere Stadtbeschreibung, inkl. Seidenschleier, inkl. Bezirke, inkl. obiger Plotideen (die zum eigentlichen Abenteuer ausgearbeitet werden sollten) bereits Ende 2013 im Kampagnenband „Auf blutigen Pfaden“ (Seiten 114-119) veröffentlicht und seither zigtausendfach heruntergeladen. Das alles geschah also weit vor dem 31. März 2016, als „Die Seidene Stadt“ veröffentlicht wurde. Auch der Titel „Die Wandelnde Stadt“ bzw. „Die Wandernde Stadt“ bzw. „Die Karawanenstadt der Seidenstraße“ ist seit Projektbeginn immer wieder in Veröffentlichungen und Forenposts als Name oder Beiname aufgetaucht.

Ursprünglich sollte das Abenteuer bereits im Rahmen der „Blutigen Pfade“ erscheinen, wurde aber wegen des Umfangs von über 70 Seiten  zugunsten der „Tochter des Kriegsherrn“ zurückgestellt und nur in Eckpunkten in das Abenteuer „Die Augen der Lath“ von Roland Hofmeister integriert.

Nun stelle ich also heute bei der abendlichen Rezensionsrundschau fest, dass ich in den Rezensionstexten zur „Seidenen Stadt“ nicht nur mein Setting, sondern auch ähnliche Plotelemente wiederfinde. Bevor ich jetzt aber tatsächlich die Brocken hinschmeiße, laut fluchend das Projekt begrabe und mir schwöre, nie wieder ein SpliMo-Band zu kaufen, lege ich mir bei Gelegenheit erstmal den SpliMo-Abenteuerband zu (erstmal gebraucht, denn ich möchte den Quell meines Kummers nicht auch noch finanziell honorieren) und schaue, ob sich die Abenteuer wirklich so ähnlich sind, wie es anhand der Rezensionen den Anschein erweckt.

So oder so: Die ursprünglich innovative Idee einer fahrenden Stadt, die sich durch ein fernöstlich bis orientalisch angehauchtes Seidenstraßensetting auf dem Weg nach Kintai, pardon: Kintora bewegt, ist auf jedem Fall kompromittiert und jetzt vermutlich so oder so ein Fall für die Tonne. Da ist mir der Schreibspaß gründlich vergangen.

Ob „Die Wandelnde Stadt“ also überhaupt noch erscheint mache ich davon abhängig, inwiefern Setting und Plots in „Die Seidene Stadt“ tatsächlich schon durchgenudelt wurden. Denn egal wie die Vorgeschichte sich auch darstellt: Für Uneingeweihte dürfte ich bei Veröffentlichung meines langjährigen Projekts wie ein „Ideenklauer“ und „SpliMo-Hater“ wirken.

Nächstes Mal schreib ich am Besten wieder was in ausgelutschten aventurischen Gefilden und verfasse eines von tausend Detektivabenteuern in irgendeiner generischen Fantasystadt, da braucht’s auch keine Innovation und hinterher ist man nicht so wahnsinnig enttäuscht, wie ich jetzt gerade. ;(

PS: Bevor jemand mit dem berechtigten Einwand kommt: Ja, ich kenne auch die Festival Stadt Onn in Dune, zu Ehren von Gottkaiser Leto. Die scheint offenbar sehr „inspirierend“ für den Gottkaiserteil des SpliMo-ABs gewesen zu sein. Die Ausgestaltung ist aber nicht mit der Dune-Stadt vergleichbar. Ich nenne euch sogar noch eine wandernde Stadt: „Ambulon City“ in Warhammer 40k (die übrigens erst 2008 rauskam) und eine ganze wandernde Sci-fi Makropole herumträgt. Das Motiv „wandernder Städte“ oder ganzer Welten auf Tierrücken (Stichwort Scheibenwelt) ist natürlich nicht neu. Aber das, was ich zur „Seidenen Stadt“ bislang lesen konnte stimmt quasi 1:1 mit meiner „Wandelnden Stadt“ überein, inkl. Setting, Plots, Örtlichkeit und Ansetzung als Sandbox.

Nachtrag: Uli Lindner vom Uhrwerk-Verlag hat mir ein Rezensionsexemplar angeboten, das ich in den nächsten Tagen gewissenhaft durchackern werde. Mit einem anschließenden Statement und einer abschließenden Rezension dürften dann alle Vermutungen und Ungereimtheiten ausgeräumt werden.