Sieben Kreuzer: Nächste Ausgaben gesichert!

Ich freue mich, dass die Sieben Kreuzer wider Erwarten ziemlich gut ankommen. Heute kann ich verkünden, dass die nächsten Ausgaben definitiv gesichert sind. Ich hatte bereits versprochen, die Fortsetzungsromane und Episoden auf jeden Fall zu veröffentlichen, damit niemand „in der Luft hängen bleibt“, aber heute kann ich definitiv bestätigen, dass dies auch in vertrauter Form geschehen wird.

Mittlerweile (Stand 22.04.17) haben sich bereits drei begeisterte Autoren gemeldet, die bereits mit den Hufen scharren und unbedingt Geschichten beisteuern möchten. Daher kann ich bereits heute den folgenden Veröffentlichungsplan bestätigen, der noch einmal modifiziert wurde:

Die Ausgabe #2 vom 1. Juli 1917 wird nochmals 32 Seiten enthalten, um den Ansturm der schreibwütigen Schriftsteller abzufangen. Alle Ausgaben werden bereits erscheinen, sobald sie fertig sind, unabhängig vom aufgedruckten Veröffentlichungsdatum. Ausgabe 2 erscheint voraussichtlich im Mai. Ab sofort gehen wir in einen quartalsweisen Rhythmus über, so dass Ausgabe #3 zum 1. Oktober 1917 erscheinen wird und Ausgabe #4 zum 1. Januar 1918.

Künftig werden also vier Ausgaben mit 24 Seiten pro Jahr erscheinen, wenngleich etwaige Specials nicht ausgeschlossen sind. Einige Leserinnen und Leser äußerten den Wunsch, die Abenteuer von Agente Verici (<- sehr beliebt) am Ende noch einmal in einem „Omnibus“ präsentiert zu bekommen, also in Form eines Sammelbands. Das halte ich mir natürlich offen, aber noch ist das ferne Zukunftsmusik.

Gerne wiederhole ich auch meine Einladung zur Mitarbeit. Wenn du ebenfalls Stories für die Sieben Kreuzer beisteuern möchtest, melde dich doch einfach bei mir.

Natürlich werden alle Co-Autor*innen auch fair am Umsatz beteiligt. Ich habe mir überlegt, dass ich meine Scriptorium Aventuris-Einnahmen nutzen möchte, um mittelfristig meinen WordPress-Account aufzuwerten, um die Werbung auf dieser Blogseite zu entfernen. Ich bin bekanntermaßen kein Freund von paid content und das wäre einfach ein prima Kompromiss.

Zuletzt noch ein riesiges Dankeschön an die Leute, die das Projekt für gut befunden haben. Das Teil ging richtig los, nachdem Nandurion ein paar liebe Worte verloren hatte und ebenfalls, als sich Thomas Michalski auf Twitter darüber freute, dass wir ihm zuliebe auf Schriftgröße 9 verzichtet haben. (Kleiner Insider zum Dorpcast#95)

Ich freue mich außerordentlich, dass die Sache so gut ankommt und ihr Spaß mit den Stories habt. 🙂

Update, 29.05.2017: 

Ursprünglich hatte ich angekündigt, dass die neuen Ausgaben bereits dann erscheinen, wenn sie fertig sind, also auch vor den angegebenen Quartalsterminen. Die Juli-Ausgabe bekomme ich aus beruflichen Gründen leider weder vorher, noch zum 1. Juli fertig, so dass sie erst im Verlauf des August erscheinen wird.

Zwar sind alle Gastbeiträge und Geschichten fertig geschrieben, allerdings ist die Ausgabe nun viel zu lang geworden. Daher möchte ich eine Geschichte ausgliedern und in Ausgabe 3 bringen, statt sie dergestalt zu zerstückeln, dass der Lesegenuss auf der Strecke bleibt. Fortsetzungsgeschichten brauchen befriedigende Teilabschlüsse bzw. Cliffhanger und können nicht einfach im luftleeren Raum enden.

Daher schreibe ich gerade noch an einer komplett neuen Geschichte, die passgenau die nun frei gewordenen Seiten füllt. Und das bekomme ich gerade privat und beruflich leider nicht hin. 😉 Ich habe den Anspruch, dass bei den Sieben Kreuzern zwar keine hochwertige Literatur entsteht, aber dass Texte nicht mit der heißen Nadel gestrickt werden und auch ein anständiges Lektorat verdienen.

Ich hoffe, dass ab Ausgabe 3 (Oktober) das quartalsweise Erscheinen funktioniert.

Sieben Kreuzer #1 erschienen!

Die erste Ausgabe von Sieben Kreuzer ist ab sofort im Scriptorium Aventuris verfügbar.

Preis
: Pay what you want. Empfohlen: 70 Cent.

Wer mitmachen möchte: Es sind noch zwei Storyslots für Ausgabe 3 vorhanden.

Einfach melden. 😉

Links
Hier erfahrt ihr mehr über das Projekt.

Und hier kommt ihr direkt zum Magazin und der Produktbeschreibung.

Viel Spaß!

 

Neues Projekt: Ein Groschenheft für Dere!

Eigentlich wollte ich erst nächste Woche mit meinem neuen Projekt herausrücken. Aber wenn etwas rund um den 1. April stattfindet und so aussieht wie auf dem obigen Bild, dann könnte man die Ernsthaftigkeit des Unterfangens anzweifeln. Tatsächlich zweifle ich ganz munter mit, wenn ich ehrlich bin. 😉

Was ist geplant?
Die Kurzfassung: Ich möchte ein Pulpmagazin für DSA herausbringen. Mit Kurz- und Fortsetzungsgeschichten aus Aventurien und Rakshazar, im klassischen Umfang von 24 bis 32 Seiten. Am Besten monatlich, aber wir alle wissen, dass Anspruch und Realität da ungefähr drei Monate auseinander klaffen. Jedes Heft soll mindestens eine längere Fortsetzungsgeschichte sowie zwei Episodengeschichten enthalten. Jede der Geschichten soll einem anderen Genre der Schundliteratur zugehörig sein.

Wie kommt man auf sowas?
Als Rakshazar-Autor beschäftige ich mich seit rund 10 Jahren mit der Schundliteratur des frühen 20. Jahrhunderts. Im Rahmen meines Germanistikstudiums habe ich auch immer wieder deutschsprachige Groschenhefte  untersucht. Die waren bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs ein echter Verkaufsschlager; man sprach auch von „Eisenbahnliteratur“, weil man sie vor allem am Bahnhof bekam. Aus den USA kennen wir ab den 1920er Jahren so legendäre Blättchen wie Weird Tales, das beispielsweise Conan-Autor Robert E. Howard, aber auch H.P. Lovecraft zum Massenliebling machte.
Bereits im 19. Jahrhundert kannte man im viktorianischen England die sogenannten „Penny Dreadfuls„; Schauermärchen, die man für besagten Penny erhielt. Wieso sollte ein so kulturell gewaltiger Kontinent wie Aventurien also nicht ebenfalls eines Pulp Magazins würdig sein? Und mit dem hauseigenen Rakshazar hätte man auch sogleich die klassische Sword&Sorcery-Abteilung abgedeckt. Also schrieb ich mit einer Bekannten eine Probeausgabe und wir waren mit dem Ergebnis derart zufrieden, dass wir nun damit an die Öffentlichkeit gehen. Dadurch, dass uns nun mit dem Scriptorium Aventuris eine große (und vor allem legale) Verbreitungsplattform zur Verfügung steht, können wir die Hefte problemlos unters Volk bringen. Im Heftformat, für ein paar Groschen. Wir bieten die Hefte als „Pay what you want“ an und empfehlen bei Gefallen eine Spende von 7 Groschen (70 Cent). Schon hatte das Machwerk auch seinen aventurisierten Namen: Sieben Kreuzer.

Grüße aus der Vergangenheit!
Zunächst hatten wir darüber nachgedacht, Sieben Kreuzer als Ingame-Gazette aufzuziehen. Dies stellte uns aber bereits bei der Geschichtenauswahl vor erhebliche Probleme: Wie hätte ein Leser in Havena Geschichten aus dem rakshazarischen Dreistromland kennen können? Wir entschieden uns daher für einen besonderen Kniff. Sieben Kreuzer würde als „exklusive Übersetzung“ erscheinen. Die Autoren sind allesamt schwer depressive Amerikaner, die in den Roaring Twenties in Chicago, New York und Texas sitzen und über Aventurien schreiben. (Spätestens jetzt bemerkt ihr, wieso ich diesen Blogpost nicht zum 1. April absenden kann…)

Randall R. Bracken (Mobile)

Brille ab, grimmig gucken, Sepia, Körnung und reichlich Blur drauf. Zack fertig: Randall R. Bracken, 1917.

Folgerichtig greifen wir zum „Method Acting Writing“ und schlüpfen in die entsprechende Rolle. Heißt im meinem Fall, dass ich nicht als Raphael Brack schreibe, sondern in die Haut von „Randall R. Bracken“ schlüpfe. (Ein zweiter, abgekürzter Vorname ist quasi Pflicht, im „Dime Novel“ Milieu.)

Meine Co-Schreiberin Marie-Christin Schäfer wird folgerichtig zu Mary C. Shepard. Da in den sexistischen Urzeiten der Fantasy aber keiner wissen durfte, dass eine Frau der Autor ist, wird das ganze traditionell zu „M.C. Shepard“ verkürzt. Catherine Lucile Moore, die als C.L. Moore die Sword&Sorcery-Geschichten von Jirel of Joiry veröffentlichen durfte, kann ein Lied von dieser erzwungenen Anonymität singen…

Und schon steht das Grundkonzept. Die völlig zurecht unbekannten Autoren Randall R. Bracken (aus Chicago) und M.C. Sheppard (aus New York) haben in den 1910er und 1920er Jahren DSA-Kurzgeschichten geschrieben, die im nächsten Monat erstmals in deutscher Sprache im Scriptorium Aventuris veröffentlicht werden. Aber was haben sie denn damals schaurigschönes geschrieben?

Die zwei ersten Ausgaben erschienen im April* und Mai 1917 und stehen demnächst im Scriptorium Aventuris zum Download bereit.

*Die erste Ausgabe wurde vorab am 27.03. veröffentlicht!

Vorschau auf einige der Fortsetzungsgeschichten

Agente Verici und der Rote Rächer (Belhanka, 1039 BF)
Die erste Ausgabe von Sieben Kreuzer beginnt mit der ersten Episode aus den Detektivgeschichten des Ludovico Verici. Der ursprünglich aus Albernia stammende Ermittler horasischer Eltern ist eher zufällig in sein neues Metier gerutscht. Ursprünglich selbst ein phexgefälliger Gauner, wird er durch eine Verwechslung zum Privatdetektiv und ist fortan in den Gassen und Kanälen Belhankas unterwegs. Agente Verici, so auch der Name der Reihe, wird uns in die dunklen Seiten der Serenissima entführen und versteht sich als Hardboiled Detective Story in einem aventurischen Film noir, im Stil von James Ellroy mit größeren Einflüssen von Arthur Conan Doyle.

Prinzessin Zera – In der Sklavenhölle von Yal-Mordai (Dreistromland, 3617 JdK / 1017 BF)
Die Fortsetzungsreihe Prinzessin Zera schildert die Lebensgeschichte der amhasischen Kriegerin Zera, die Rakshazar-Fans aus den Abenteuern „Die Augen der Lath“ oder „Die Wandelnde Stadt“ bekannt sein könnte. Einst als Tochter eines einflussreichen Senators aufgewachsen, fiel ihr Vater in Ungnade. Der erste Teil schildert Zeras Jugend in Yal-Mordai, kurz nach ihrer Flucht aus Amhas. Die Reihe bietet klassische Sword & Sorcery, im Stil von Robert E. Howard, C.L. Moore und Clark Ashton Smith.

El Qursan, der König der Piraten (Blutige See, 3635 JdK / 1035 BF)
Die Geschichten um den umtriebigen Sanskitaren El Qursan, König der Piraten, werden ebenfalls in Erzählform fortgesetzt. Ursprünglich als Soloabenteuer geplant, sind mittlerweile fast 200 Seiten neues Material hinzugekommen, das zu einem Fortsetzungsroman umgeschrieben wird. El Qursan orientiert sich an den Abenteuern von Sindbad, dem Seefahrer, oder dem antiken Helden Odysseus.

Vorschau auf abgeschlossene Einzelgeschichten

Das Gespenst aus der Muhrsape (Albernia, 1040 BF)
…ist eine Schauergeschichte im Albernischen, bei der zwei Freundinnen einer Verlockung nicht aus dem Weg gehen können. In jedem Heft wird es mindestens ein Schauermärchen geben, das von den Penny Dreadfuls des viktorianischen Englands inspiriert wurde.

Die Mirhamionette (Mirham, 1038 BF)
Salpikon Savertin ist ein Mann mit vielen Talenten. Und nur wenige kennen das Geheimnis seiner Herkunft. Der junge Parnhai Asa, der verzweifelt einen Weg in die rakshazarische Heimat sucht, wird bald die Bekanntschaft mit den eher düsteren Talenten der bekannten Spektabilität machen…

Der Würger von Trallop (Trallop, 1040 BF)
Mord ist ein schmutziges Geschäft. Das weiß auch Travijan Radmacher, der diese lästige Pflicht gern für andere übernimmt. Gegen blinkende Münze, versteht sich. Doch auch der listige Weidener steht immer wieder aufs Neue vor der großen Frage, die alle Männer seines Geschäfts ereilt: Wohin mit der Leiche?

Mitmachen? Mitmachen!
Sieben Kreuzer soll kein Projekt sein, das eifersüchtig von gleichgesinnten Autoren ferngehalten wird. Wenn du selbst Lust bekommen haben solltest, dir eine Schellackplatte aufzulegen, ein Glas Bourbon einzuschenken und einen verrückten Namen auszudenken, dann darfst du dich gern bei mir melden. Entweder signalisierst du in den Kommentaren dein Interesse oder meldest dich per Mail: SL_Raphael[at]gmx.de. Und sollten ein paar Groschen als Spende zusammenkommen, werden die natürlich fair aufgeteilt. 😉