Partystimmung bei HeXXen 1733 – Georg Friedrich Händel (Exorzist) feiert mit.

Das HeXXen 1733-Crowdfunding hat unglaubliche Rekorde aufgestellt. Innerhalb der hauseigenen Kampagnen von Ulisses hat es sowohl die unerwartet erfolgreiche Kaiser Retro Box, sowie den bisherigen Platzhirsch, die sehr tolle V20, vom Thron gestoßen. Knapp 700 Backer haben fast 117.000 € zusammen getragen, um dem neuen deutschsprachigen Pen & Paper Ereignis einen fulminanten Start zu bescheren. 

Mich persönlich freut das ungemein, da ich bekanntlich bereits seit einigen Jahren immer wieder Oneshots im Vorgänger, HeXXen 1730, leite. In den nächsten Wochen und Monaten möchte ich euch hier, als großer Fan, mit weiteren Infos und Fanware versorgen.

Besonders liegt mir hierbei ein Fanprojekt am Herzen, das sich um die abenteuerlichen Eskapaden des wohl berühmtesten Komponisten jener Tage dreht: Georg Friedrich Händel. Das Leben des umtriebigen Perückenträgers ist durch die höllischen Ereignisse gänzlich anders verlaufen, als in unserer Welt: Auch in der HeXXen-Welt ist er ein erfolgreicher und weithin geschätzter Musikus, doch ist es vor allem seine Nebenbeschäftigung, die ihn für uns interessant macht. Bei Nacht wird aus dem Komponisten ein Exorzist, der, mit Degen und Taktstock, dem widernatürlichen Gezücht kalten Stahl und heilige Oratorien in die schwarzen Herzen treibt.

Als Einstimmung werde ich im düsteren November eine Sonderausgabe der „Sieben Kreuzer“ veröffentlichen, die ausnahmsweise nicht im Scriptorium Aventuris erscheint, sondern hier als Gratisdownload zur Verfügung stehen wird.
Die rund zwanzigseitige Kurzgeschichte Georg Friedrich Händel – Exorzist: Ouvertüre bildet den Auftakt meines kommenden Solo-Abenteuers für HeXXen namens Georg Friedrich Händel – Exorzist: Athalia. Dieses wird voraussichtlich im HeXXen-Scriptorium erscheinen, sobald es zur Verfügung steht. Je nachdem, wie gut es ankommt, kann ich mir gut und gerne eine ganze Reihe vorstellen. 😉

Und wo wir gerade bei Fanaktionen sind: Bei Facebook hat sich eine erste Fangruppe für HeXXen 1733 gegründet, auf die ich aufmerksam machen möchte. Die kleine Community wächst gerade zusammen und freut sich über Zuwachs. Außerdem kann auch in einem Orkenspalter-Forenthread munter diskutiert werden. Dort ist noch nicht viel los, daher lade ich euch herzlich dazu ein.

In den kommenden Wochen halte ich weiterhin den Kontakt zu unserem HeXXenmeister Mirko Bader. Womöglich kann ich ja die eine oder andere Information aus ihm rauskitzeln und die Vorfreude auf den Release im Frühjahr anheizen.

Wer übrigens bereits jetzt seine Verbundenheit mit dem HeXXenuniversum zeigen möchte, der hat noch bis zum 5. Oktober die Gelegenheit ein Support-Shirt bei Getshirts drucken zu lassen.

Soweit erstmal von der HeXXenfront.
Kommt gut durch den Herbst, werte Mitjägerinnen und Mitjäger!

 

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Rakshazar: „Die Wandelnde Stadt“ erschienen.

Ab sofort steht mein Rakshazar-Abenteuer „Die Wandelnde Stadt“ zum kostenlosen Download bereit. Kurz zog ich eine Veröffentlichung im Scriptorium Aventuris in Erwägung, hierbei hätte ich aber noch eine professionelle Layouterin beauftragt, was die Veröffentlichung weiter verzögert hätte.

Das Abenteuer war immerhin eines der ersten Projekte, das wir im Rakshazar-Forum besprachen. Rund 10 Jahre ist das nun her und mit Ausnahme eines Kurzauftritts in Roland Hofmeisters „Die Augen der Lath“, im Jahr 2013, lag die Idee auf Eis.

Letztlich ist es der jüngsten Diskussion um die Seidene Stadt zu verdanken, dass mich nun doch noch der Ehrgeiz packte, um den letzten Fehlerteufeln den Kampf anzusagen und das Abenteuer im sauberen Lektoratszustand veröffentlichen zu können.

„Die Wandelnde Stadt“ erscheint unter meinem Werktischlabel „Edition Schattenspiele„, da es sich an der chronisch ausgelasteten perfektionistischen Lektorats- und Layoutsabteilung des Rakshazar-Projekts erfolgreich vorbeigeschlichen hat. 😉

Ich werde ab sofort häufiger Abenteuer und Spielhilfen in der „Edition Schattenspiele“ veröffentlichen; ich weiß dass mein Autorenkollege Roland Hofmeister da ähnlich vorzugehen beabsichtigt, um den Riesland-Fans schneller neues Futter zu liefern.

Wenn euch das Abenteuer gefallen habt, dann freue ich mich über ein Like beim Orkenspalter oder ein paar nette Worte in den Kommentaren.

Klappentext

Navanur. Rose der Seidenstraße. Ewig Wandernde. Heimat der Freien. Geißel des Ostens.
Alle drei Jahre begibt sich die Wandelnde Stadt unter ihrem Kriegsherrn Gold’an auf die Große Pilgerfahrt zur Jadeburg von Kintora, um der Lebenden Göttin aufzuwarten und unter ihren weisen Blicken Rat und Gericht zu halten. 
Noch immer vermag es der Kriegsherr mit seiner Dämmerbarke und der starken Hand der amhasischen Prinzessin Zera die ungewöhnliche Gemeinschaft aus Freigeistern, Söldnern und Pilgern unter dem Banner des goldenen Schädels zu vereinen, doch innerhalb der berüchtigten Karawanenstadt brodelt es: Der Fanatismus des Navanurkults nimmt bedrohliche Formen an, seit die junge Hohepriesterin Myra neue Dogmen etabliert hat. Die Handelshäuser befinden sich in einem kalten Handelskrieg, der langsam heiß zu werden droht und der amhasischen Stellvertreterin Gold’ans sagt man Ambitionen nach, selbst die größte Karawane der östlichen Steppen anführen zu wollen. 

Als deine Helden bei Kurotan in den Strudel der Aufbruchsvorbereitungen geraten, werden sie zum entscheidenden Faktor im Intrigenspiel der kommenden Wochen. Die Wandelnde Stadt wird nach dieser Reise eine andere sein. Werden deine Helden mit ihr ein tödliches Schicksal teilen?
Oder wartet auf sie am Ende gar selbst der Thron der Ewig Wandernden? 

Die Wandelnde Stadt ist ein Gruppenabenteuer für 3-5 Abenteurer und eine erfahrene Spielleitung in Rakshazar. Zum Spielen werden nur die ebenfalls kostenlosen Spielhilfen Rakshazar: Erste Schritte auf dem Verfluchten Kontinent oder die Savage Worlds Konversion Wildes Rakshazar benötigt. Das Abenteuer enthält selbst keine Regelangaben und kann entweder mit den Regeln der genannten Spielhilfen oder beliebigen anderen Regelwerken gespielt werden.

Downloads:
Rakshazar – Die Wandelnde Stadt

Das AB im Orkenspalter Downloadarchiv

Wiki-Eintrag in der Wiki-Aventurica

A Tale of Two Cities: Der Stein des Anstoßes.

Vorbemerkung:
Der nachfolgende Blogpost, ursprünglich erschienen am 30. Januar 2017, stand unter dem reißerischen Titel „Wie mein Abenteuer in Splittermond auftauchte, ohne dass ich es bemerkte“ und hat für einigen Trubel gesorgt.
Mittlerweile hat sich geklärt, dass die meisten der von mir beschriebenen Ähnlichkeiten tatsächlich vorhanden sind. Gleichzeitig ist aber auch deutlich geworden, dass es sich hierbei um einen seltsamen, aber erklärbaren Zufall handelt. Im folgenden zunächst der inhaltlich unveränderte Blogpost. Die ausführliche Stellungnahme mit weiteren Erklärungen findet ihr hier

Jetzt mache ich mir wieder ganz doll Freunde, ich weiß. Aber ich kann es einfach nicht unkommentiert lassen. Bin gerade etwas geknickt und möchte mein Leid klagen. ;(

Stellt euch eine orientalische Stadt aus Gold und Seide vor. Eine fahrende Stadt. Eine Karawane, die zu Ehren ihrer göttlichen Patronin auf der Seidenstraße zwischen den sagenumwobenen fernöstlichen Landen und den großen Städten des Orients umherreist. Eine Stadt, die von einer Unzahl von Händlern, Söldnern, Göttinendienern, Schaustellern, Künstlern und Kurtisanen, sowie Handwerkern und sonstigem fahrenden Volk begleitet wird und quasi überall halt machen und sich – wie eine Blüte – entfalten kann: Prächtige Stadtviertel aus bunten Zelten und Kastenwagen. In einem der Bezirke leben die Handwerker, in einem anderen die Oberschicht und die Führungsebene und dann gibt es auch noch die Fremden- und Händlerviertel, wo Zerstreuung und Kurzweil nicht weit sind. Große, prächtige Seidenbahnen und -schleier umgeben die Tavernen und Vergnügungsstätten, die Leute aus nah und fern anlocken. Sogar ein reisender Tempel der Göttin findet sich in der bunten Gesellschaft dieses außergewöhnlichen Ortes. 

Eine ganze Stadt, heute hier und morgen dort, die von Söldnern, Abenteurern, Händlern, Pilgern, schutzbedürftigen Mitreisenden oder einfach nur Schaulustigen besucht wird und den mitreisenden Spielercharakteren einen Mikrokosmos von Abenteuern und Ideen bietet. Beispielsweise der Kult um die göttliche Patronin der Stadt, deren Tempelopfer in die korrupten Taschen der Führungsschicht und Kultisten fließen und die selbst gar nicht so göttlich ist, wie man glauben mag. Oder die Intrigen der einzelnen Interessengruppen, in deren Fänge die Spielercharaktere geraten können. Unterstützt man vielleicht gar ein Attentat auf eine Anführerin? Oder deckt man gar einen politischen Umsturz? Oder schlägt man sich auf die Seite der Herrschenden, um die Verräter zu bestrafen?  

„Okay, was will uns der Märchenonkel aus dem Riesland da überhaupt erzählen?
Und was hat das mit SpliMo zu tun?“

Nun, heute ploppte eine interessante Rezension von den Teilzeithelden in meiner Timeline auf: Ersteindruck: Die Seidene Stadt – eine gewaltige Karawane. Ein Abenteuer, das bereits vor einem knappen Jahr erschienen ist, aber auf meinen sowieso nicht sehr ausgeprägten SpliMo-Radar bislang nicht auftauchte.

Redakteur Dominik Heinrichs berichtet anerkennend, geradezu begeistert, von einer fahrenden Stadt und einem Sandboxsetting, das sich ungefähr wie die obige Beschreibung anhört. Weitere Beschreibungstexte anderer Rezensionen gehen in eine ähnliche Richtung. Eine Karawanenstadt in einem orientalischen bis fernöstlichen Setting, inkl. Stadtviertel wie Vergnügungs- und Händlerviertel, Bezirke für die Oberschicht und und und. Dazu eine Gottkaiserin, die in Gefahr ist, inkl. Attentat und Putschversuch, Intrigen und vieles mehr. Mittendrin die Helden, die sich für eine Seite entscheiden müssen. Awesome! Sowas muss man gespielt haben!

„Okay, aber wo ist denn nun dein Problem, Riesländer?“

Das Problem ist, dass die Beschreibung, die diesen Blogpost einleitet, exakt das Sandboxabenteuer beschreibt, an dem ich derzeit nichtsahnend allabendlich fürs Scriptorium Aventuris arbeite: „Die Wandelnde Stadt“.

„Tja, Pech gehabt. Hätteste mal besser aufgepasst! Wer zu spät kommt…“

Äh, ich hatte nicht den Eindruck, mich irgendwie beeilen zu müssen, da ich bereits einen sehr exakt ausformulierten „Claim“ abgesteckt hatte: Denn alle Eckdaten dieses Settings stehen seit 10 Jahren öffentlich im Internet. Genauer gesagt im Rakshazar-Forum und wurden auch vorher bereits in einer Arbeitsversion (2005) für das Setting Faesalia veröffentlicht. (Der Thread-Titel nimmt hierauf noch Bezug.) Bereits 2007 nannte ich in einem Posting des gleichen Threads die Stadt eine „Kintorische Karawanenstadt auf der Seidenstraße“. (Anmerkung: „Kintora“ (nicht zu verwechseln mit „Kintai“) war die damalige Bezeichnung unseres Asia-Settings im äußersten Osten Rakshazars, wo die wandernde Stadt zwischen Khitorra-Massiv und der Wüste Lath auf der Seidenstraße fährt.) Außerdem wurde eine ausführlichere Stadtbeschreibung, inkl. Seidenschleier, inkl. Bezirke, inkl. obiger Plotideen (die zum eigentlichen Abenteuer ausgearbeitet werden sollten) bereits Ende 2013 im Kampagnenband „Auf blutigen Pfaden“ (Seiten 114-119) veröffentlicht und seither zigtausendfach heruntergeladen. Das alles geschah also weit vor dem 31. März 2016, als „Die Seidene Stadt“ veröffentlicht wurde. Auch der Titel „Die Wandelnde Stadt“ bzw. „Die Wandernde Stadt“ bzw. „Die Karawanenstadt der Seidenstraße“ ist seit Projektbeginn immer wieder in Veröffentlichungen und Forenposts als Name oder Beiname aufgetaucht.

Ursprünglich sollte das Abenteuer bereits im Rahmen der „Blutigen Pfade“ erscheinen, wurde aber wegen des Umfangs von über 70 Seiten  zugunsten der „Tochter des Kriegsherrn“ zurückgestellt und nur in Eckpunkten in das Abenteuer „Die Augen der Lath“ von Roland Hofmeister integriert.

Nun stelle ich also heute bei der abendlichen Rezensionsrundschau fest, dass ich in den Rezensionstexten zur „Seidenen Stadt“ nicht nur mein Setting, sondern auch ähnliche Plotelemente wiederfinde. Bevor ich jetzt aber tatsächlich die Brocken hinschmeiße, laut fluchend das Projekt begrabe und mir schwöre, nie wieder ein SpliMo-Band zu kaufen, lege ich mir bei Gelegenheit erstmal den SpliMo-Abenteuerband zu (erstmal gebraucht, denn ich möchte den Quell meines Kummers nicht auch noch finanziell honorieren) und schaue, ob sich die Abenteuer wirklich so ähnlich sind, wie es anhand der Rezensionen den Anschein erweckt.

So oder so: Die ursprünglich innovative Idee einer fahrenden Stadt, die sich durch ein fernöstlich bis orientalisch angehauchtes Seidenstraßensetting auf dem Weg nach Kintai, pardon: Kintora bewegt, ist auf jedem Fall kompromittiert und jetzt vermutlich so oder so ein Fall für die Tonne. Da ist mir der Schreibspaß gründlich vergangen.

Ob „Die Wandelnde Stadt“ also überhaupt noch erscheint mache ich davon abhängig, inwiefern Setting und Plots in „Die Seidene Stadt“ tatsächlich schon durchgenudelt wurden. Denn egal wie die Vorgeschichte sich auch darstellt: Für Uneingeweihte dürfte ich bei Veröffentlichung meines langjährigen Projekts wie ein „Ideenklauer“ und „SpliMo-Hater“ wirken.

Nächstes Mal schreib ich am Besten wieder was in ausgelutschten aventurischen Gefilden und verfasse eines von tausend Detektivabenteuern in irgendeiner generischen Fantasystadt, da braucht’s auch keine Innovation und hinterher ist man nicht so wahnsinnig enttäuscht, wie ich jetzt gerade. ;(

PS: Bevor jemand mit dem berechtigten Einwand kommt: Ja, ich kenne auch die Festival Stadt Onn in Dune, zu Ehren von Gottkaiser Leto. Die scheint offenbar sehr „inspirierend“ für den Gottkaiserteil des SpliMo-ABs gewesen zu sein. Die Ausgestaltung ist aber nicht mit der Dune-Stadt vergleichbar. Ich nenne euch sogar noch eine wandernde Stadt: „Ambulon City“ in Warhammer 40k (die übrigens erst 2008 rauskam) und eine ganze wandernde Sci-fi Makropole herumträgt. Das Motiv „wandernder Städte“ oder ganzer Welten auf Tierrücken (Stichwort Scheibenwelt) ist natürlich nicht neu. Aber das, was ich zur „Seidenen Stadt“ bislang lesen konnte stimmt quasi 1:1 mit meiner „Wandelnden Stadt“ überein, inkl. Setting, Plots, Örtlichkeit und Ansetzung als Sandbox.

Nachtrag: Uli Lindner vom Uhrwerk-Verlag hat mir ein Rezensionsexemplar angeboten, das ich in den nächsten Tagen gewissenhaft durchackern werde. Mit einem anschließenden Statement und einer abschließenden Rezension dürften dann alle Vermutungen und Ungereimtheiten ausgeräumt werden. 

Fokusspielhilfen für Rakshazar

In den letzten zwei Jahren ist es um den wilden Kontinent im Osten Aventuriens deutlich ruhiger geworden. Gleichwohl freuen wir uns, dass Rakshazar immer häufiger in der Szene rezipiert wird. Zuletzt hat unsere Benennung des Kontinents sogar Einzug in den Aventurischen Almanach gefunden, nebst einer Weltkarte Deres, die die geographischen Besonderheiten unseres Settings berücksichtigt. Nach Veröffentlichung unseres Buchs der Klingen vor zwei Jahren hat es viele Veränderungen gegeben, sowohl im Projektteam, als auch in der DSA-Szene. Mit Erscheinen von DSA5 wurden unsere Arbeiten an Regelerweiterungen zur rakshazarischen Magie und zum Götterwirken (Buch der dunklen Künste), sowie zur Flora und Fauna (Riesen, Bestien, Aschekraut) auf Eis gelegt; viele hundert Seiten, die bereits fertig waren, konnten nicht mehr mit DSA4.1-Regeln veröffentlicht werden und müssten nun umgeschrieben werden, um eine Chance auf eine Printpublikation zu haben. Einige Projektler warfen damals das Handtuch, allerdings auch aus persönlichen Gründen: Viele sind mit Beruf, Familie und Kindern mittlerweile ausgelastet, da stehen Non-profit-Projekte erfahrungsgemäß nicht hoch im Kurs.

Was 2007 als kleines, studentisches Bier und Brezel-Conan-Projekt begann, geht nichtsdestotrotz nunmehr in das zehnte Jahr seines Bestehens und ist mittlerweile zu einem ernsthaften Stein- und Bronzezeitsetting herangewachsen, in dem die cineastischen Eskapaden der Anfangszeit durch glaubwürdige und sorgfältig recherchierte Elemente angereichert wurden. Das Buch der Klingen ist beispielsweise zu dem Arsenal für archaische Kulturen bei DSA geworden und wird auch von aventurischen Helden aus dem Gjalskerland, dem Orkland oder den Trollzacken verwendet.

Mit dem nun dräuenden Jubiläumsjahr vor Augen, wurde das stark geschrumpfte Projektteam erstmals mit der Frage konfrontiert, wie man dem unausweichlichen Projekttod von der Schippe springen könne. Nicht zuletzt die Publikationsweise der aktuellen Regionalspielhilfen für DSA5 ist eine Inspiration für eine veränderte Sicht auf das quantitative Ausmaß künftiger Publikationen. Hinter dem Schwert (HdS), unser Dauerprojekt seit 2007, liegt vor uns wie ein verregneter November. HdS sollte ein Aventurischer Almanach für Rakshazar sein; allerdings deutlich ausführlicher ausfallen als die aventurische Variante. Unzählige Kapitel, unzählige Seiten; eine Spielhilfe, die in puncto Seitenzahlen selbst unser Buch der Helden in den Schatten stellen dürfte.
Leider viel zuviel für unser kleines Team, das aus sechs bis zehn Aktiven besteht.

Wir beschlossen daher kleinschrittiger vorzugehen. Noch in diesem Jahr möchten wir eine Fokusspielhilfe (FSH) herausbringen, die nur eine Region ausführlich beschreibt. Inklusive Flora und Fauna, Siedlungen, Landschaft sowie Personen, zahlreiche Szenarien und einem Gruppenabenteuer. Unsere erste FSH wird voraussichtlich das „Tal der Klagen“ umfassen, eine Region, die direkt auf der gegenüberliegenden Seite des Ehernen Schwertes liegt und bereits in unseren Gruppenabenteuern Tore im Eis und Ingerimms Rache (beide Teil der Anthologie Auf blutigen Pfaden) mit aventurischen Helden bereist wurde.

Langfristig ist immer noch geplant, die einzelnen Fokusspielhilfen eines Tages zu Regionalspielhilfen zusammenzufassen. Wir möchten den interessierten Spielerinnen und Spielern aber nicht länger unsere quasi fertigen Texte vorenthalten und werden daher nun hoffentlich regelmäßig FSHs herausbringen. Selbstverständlich erhoffen wir uns dadurch auch einen gewissen Werbeeffekt und halten gleichzeitig die Einstiegshürden für Neulinge extrem niedrig: Jede FSH ist in sich abgeschlossen und alle Mitarbeiter kommen nur für diese eine Publikation zusammen, ohne Verpflichtungen für die nächste. Gleichwohl halten wir unsere eigene Motivation oben, denn 30 bis 40 Seiten generieren messbare  und kurzfristig erreichbare Erfolge, im Gegensatz zu einem 500+seiter. Ob auf diese Weise eine, drei oder 20 FSHs zu Stande kommen… wer weiß? Wir stapeln erstmal tief und fangen einfach an. 🙂 Selbstverständlich werden die FSHs, wie jedes Rakshazar-Werk, weiterhin zum uneingeschränkten und kostenlosen Download zur Verfügung stehen!

Zuletzt noch eine herzliche Einladung: Da wir immer noch ein Projekt von Fans für Fans sind, suchen wir weiterhin Unterstützung aus der DSA-Gemeinde. Wer möchte, darf sich gerne mit einem Szenario, einer Illustration (oder zehn, oder zwanzig) beteiligen. Darüber hinaus suchen wir noch Layoutexperten, da wir im Augenblick an der Layoutfront ziemlich schwach (= gar nicht) besetzt sind.

Wenn ihr Interesse habt an unserer ersten FSH mitzuarbeiten, dann meldet euch einfach. Entweder über die Kommentarfunktion oder direkt im Rakshazar-Forum.

Viele Grüße aus dem Riesland

Raphael

 

 

Kostenloses Browsergame: Der „König der Piraten“ ist zurück

Okay, heute mal was konstruktives von mir. In diesem Frühjahr veröffentliche ich den langersehnten Nachfolger des Rakshazar-Soloabenteuers „König der Piraten“.
Allein beim Orkenspalter wurde der erste Teil fast 50.000 mal heruntergeladen.
Wer es trotzdem nicht kennt: Umso besser, wie ihr gleich noch sehen werdet!

Sechs lange Jahre habe ich den Nachfolger vor mir hergeschoben, bis mich eine Webanwendung packte, die es in sich hat: Ihr Name ist TWINE, und wäre ich nicht bereits verheiratet, ich würde… 😉

Nein, im Ernst: Diese Anwendung ist super! Mit dem Teil lassen sich problemlos Soloabenteuer erstellen. Hierzulande ist TWINE noch recht unbekannt, aber ich habe mir fest vorgenommen das zu ändern. Warum? Weil es dem Abenteuerschreiber einen Haufen Konzeptarbeit abnimmt und obendrein noch zig andere Möglichkeiten bietet.

Beispielsweise die Möglichkeit seine „non-linear stories“ zu veröffentlichen. Als „Übung“ für König der Piraten II, das den Namen „Königin der Diebe“ tragen wird und im Mai erscheint, habe ich den ersten Teil nun als Browsergame veröffentlicht.

Da König der Piraten als Trilogie angelegt ist, mussten einige Vorbereitungen getroffen werden, damit die getroffenen Entscheidungen aus dem ersten Teil Einfluss auf Teil 2 und 3 haben. Kurzum habe ich ich nicht einfach nur Abschnitte per Copy & Paste ins Programm gepackt, sondern das ganze Teil überarbeitet. 😉

König der Piraten I ist nun ein webexklusives Browsergame und auch der zweite und dritte Teil werden in diesem Jahr als solches veröffentlicht.

Features:

  • Webbasiertes Browsergame; keine lästige Nummernsuche.
  • Erste Rakshazar-Veröffentlichung, die (einfache) DSA5-Regeln verwendet. (Du brauchst lediglich die kostenlosen Schnellstartregeln, um loszulegen…).
  • Zahlreiche neue Abschnitte und Codewörter, die Einfluss auf (mindestens) zwei Folgeabenteuer haben werden: Wer das AB vor Jahren gespielt hat, sollte einfach nochmal reinschauen.
  • Speicherfunktion
  • Komplett gratis, wie alle Rakshazar-Fanprodukte

Also liebe Leserinnen und Leser. Schaut einfach mal rein und erzählt mir, was ihr davon haltet. Damit meine ich nicht nur den Piratenkönig, sondern vor allem dieses geniale Programm. Kennt ihr es bereits? Was für Erfahrungen habt ihr damit gemacht? Lasst es mich in den Kommentaren wissen.

Nun aber Leinen los und zurück auf die See! Hier geht es direkt nach Yal-Mordai.
Ahoi und viel Spaß!